Seit 2016 begleitet Zeig, was du kannst! Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Familien bei der Berufsorientierung und Persönlichkeitsentwicklung. Das mehrjährige Programm hilft ihnen, eigene Fähigkeiten zu erkennen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und den Übergang von der Schule in eine Ausbildung selbstbewusst zu gestalten.
Nicht alle Jugendlichen verfügen über die gleichen Voraussetzungen, um sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Fehlende Orientierung, familiäre Belastungen oder geringe Unterstützung im Alltag können den Einstieg in eine Ausbildung erschweren. Das Programm setzt deshalb auf eine individuelle und verlässliche Begleitung, die nicht Defizite, sondern Potenziale in den Mittelpunkt stellt.
Qualifizierte Ausbildungscoaches arbeiten gemeinsam mit den Jugendlichen an realistischen Berufszielen und konkreten nächsten Schritten. Schulübergreifende Berufsorientierungstage in regionalen Unternehmen, persönliche Coachings und Mentoringangebote ergänzen diesen Prozess. Seit Beginn unserer Förderung wurden bereits mehr als 1.300 Gruppen- und Einzelcoachings durchgeführt.
Das Programm schlägt Brücken zwischen Schule, Jugendhilfe und Wirtschaft. Schulsozialarbeit, Einrichtungen der Jugendhilfe und regionale Unternehmen arbeiten eng zusammen, um Orientierung, praktische Erfahrungen und persönliche Unterstützung miteinander zu verbinden. So entstehen tragfähige Übergänge, von denen Jugendliche ebenso profitieren wie Unternehmen auf der Suche nach Nachwuchskräften.
Künftig soll Zeig, was du kannst! weitere Regionen in Mecklenburg-Vorpommern erreichen und seine Arbeit stärker mithilfe von Landesmitteln fortführen. Die Entwicklung zeigt, wie regionale Expertise, verlässliche Strukturen und kontinuierliche Begleitung dazu beitragen können, erfolgreiche Übergänge von der Schule in die Ausbildung zu ermöglichen.
| Standort | Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland |
| Förderzeitraum | 2023 – 2029 |
| Fördersumme | 104.000 Euro |
| Webseite | www.bildungswerk-wirtschaft.de |
Interview mit Susan Bach
Zeig, was du kannst! begleitet Jugendliche, die der Übergang von der Schule in die Ausbildung vor Herausforderungen stellt. Welchen Ansatz verfolgt das Programm?
Viele der Jugendlichen in unserem Programm tragen schwere Pakete: Sucht oder Gewalt im Elternhaus, Fremdunterbringung, Flucht, Armut. Wer zu uns kommt, hat oft das Risiko, den Übergang Schule-Beruf nicht zu schaffen. Wir setzen deshalb bei den Stärken an und bleiben verlässlich dran – über mehrere Schuljahre bis in Ausbildung oder einen passenden schulischen Anschluss. Praxis gehört für uns klar dazu: In Future Days öffnen Betriebe ihre Türen, Bewerbungssituationen werden geübt, Ausbilderinnen und Ausbilder geben ehrliches Feedback. Die Arbeitswelt und regionale Wege werden so konkret. Tempo, Materialien und Begleitung passen wir sehr individuell an den Bedarf an.
Was zeichnet das Bildungswerk der Wirtschaft als Träger für ein Angebot am Übergang Schule-Beruf aus?
Wir sind als Träger der Sozialpartner nah an Schule und Wirtschaft und kennen beide Systeme. Als Landesgeschäftsstelle „schulewirtschaft mv“ vernetzen wir zudem Schulen, Unternehmen, Kammern und weitere Akteure. In diesem Netzwerk finden wir für Teilnehmende passende Betriebe für „Future Days“ und Praktika. Künftig wollen wir unsere Partner aus der Wirtschaft stärker in die langfristige Begleitung unserer Teilnehmenden einbinden, denn insbesondere für unsere Zielgruppe gilt: Praxis wirkt am besten.
Warum braucht es Zeig, was du kannst! gerade in Mecklenburg-Vorpommern?
Mecklenburg-Vorpommern steht beim Übergang Schule-Beruf vor besonderen Aufgaben. Statistiken zeigen hohe Abbrüche, einen überdurchschnittlichen Anteil Jugendlicher ohne Abschluss (10,4 Prozent) und zunehmend multiple Problemlagen – von Armut über Flucht bis zu belasteten Familiensituationen. Hinzu kommt, dass im ländlichen Raum kurze Wege fehlen. Die Jugendlichen sind weniger mobil, berufliche Chancen vor Ort sind oft nicht sichtbar und verlässliche lokale Unterstützungsangebote begrenzt. Zeig, was du kannst! setzt genau dort an und bietet verlässliche Begleitung, klare nächste Schritte und strukturierte Kontakte zu Betrieben in der Region.
Wir fördern Zeig, was du kannst! seit 2023. Vor welchen Herausforderungen stand das Projekt damals und was hat sich seither bewegt?
2023 drohte dem Projekt und damit allen teilnehmenden Schülergruppen das vorzeitige Ende. Uns war kurzfristig eine Förderung weggebrochen. Wir mussten in kurzer Zeit neue Partner gewinnen und unser Fundraising professionalisieren. Seitdem haben wir Finanzierung und Abläufe stabilisiert, Materialien und Dokumentation geschärft und „Future Days“ trotz der Herausforderungen im ländlichen Raum verlässlich durchgeführt. Den Austausch mit der Rudolf Augstein Stiftung haben wir genutzt, um das Programm weiterzuentwickeln und Wirtschaft stärker inhaltlich einzubinden. Ohne die akute Unterstützung könnten wir heute nicht sagen: Zeig, was du kannst! ist für Jugendliche in MecklenburgVorpommern stabiler Partner auf dem Weg ins Berufsleben. Die stabile Unterstützung unserer Stiftungspartner hat uns auch mit Blick auf eine Landesförderung überzeugen lassen.

Der Bedarf ist groß und unsere Ressourcen sind begrenzt. Deshalb setzen wir auch weiterhin auf engagierte Stiftungspartner. Gemeinsam schaffen wir mehr passende Übergänge und ein stabiles Ankommen in der neuen Lebensphase. Am Ende sagen möglichst alle Teilnehmenden: „Ich kenne meinen Weg und weiß, dass ich es schaffen kann.“
Susan Bach
Mit „Kunst und Journalismus“ starten das Schauspiel Köln und das gemeinwohlorientierte Medienhaus CORRECTIV eine langfristige Kooperation, die das Potenzial beider Disziplinen für ein zeitgenössisches, faktenbasiertes Erzählen nutzt. Es entsteht ein Laboratorium, in dem Künstler*innen und Journalist*innen gemeinsam neue Formen des dokumentarischen und recherchebasierten Theaters erproben. Bereits in der Spielzeit 2025/26 entstehen fünf Inszenierungen, die investigative Stoffe in eigenständige theatralische Perspektiven übersetzen.
Die Zusammenarbeit reagiert auf eine gesellschaftliche Situation, in der Informationen zwar jederzeit verfügbar sind, ihre Bedeutung aber in der Schnelllebigkeit digitaler Aufmerksamkeit oft verloren geht. Auf der Bühne hingegen können Faktenästhetisch transformiert und erfahrbar werden. Intendant Kay Voges beschreibt das Theater als einen Raum, in dem „Wirklichkeit konstruiert, wahrhaftig befragt und in ihrer Mehrdeutigkeit erfahrbar“ wird. Die Recherchen von CORRECTIV dienen dabei als künstlerisches Ausgangsmaterial.
Im Rahmen der Kooperation soll ein Thinktank von Journalist*innen und Künstler*innen entstehen. Hier werden Recherche, künstlerische Praxis und dokumentarische Ästhetik zusammengeführt, um neue Ausdrucksformen zu entwickeln. Neben recherchebasierten Bühnenarbeiten werden Erfahrungen und Wissen in Workshops geteilt. Zudem entsteht eine Quartalsschrift, die sich mit Fragen künstlerischer Methoden, ästhetischer Übersetzungen und den Möglichkeiten befasst, wie Kunst und Recherche einander produktiv ergänzen können.
Wir engagieren uns für das Projekt, weil die Verbindung von Theater und Journalismus neue Zugänge zu gesellschaftlichen Themen eröffnet. Beide Felder verfügen über eigene Formen der Recherche und Vermittlung; gemeinsam können sie unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und neue Ansätze im Umgang mit komplexen Fragen erproben. Uns überzeugt der Anspruch, Recherche, künstlerische Methode und dokumentarische Ästhetik zu verbinden und Formate zu entwickeln, die sowohl analytisch präzise als auch ästhetisch zugänglich sind.
| Förderzeitraum | 1.November 2025 – 31. Oktober 2027 |
| Veranstaltungsort | Schauspiel Köln |
| Fördersumme | 140.000 Euro |
| Webseite | theaterundjournalismus.de |
Interview mit Kay Voges
Sie wollen das Schauspiel Köln zu einem „Medienhaus“ machen, das faktenbasiertes Erzählen ins Zentrum stellt. Was kann das Theater, was Journalismus alleine nicht schafft?
Wir bekommen von Journalistinnen oft gespiegelt, dass es heute schwieriger denn je ist, komplexe und aufwändige Recherchen so zu platzieren, dass sie auf eine große Leserschaft stoßen. Gerade online sind die Aufmerksamkeitsspannen kurz. Print ist weiterhin leicht rückläufig. Im Theater können komplizierte Recherchen und verschachtelte Zusammenhänge spannend und faktengetreu erzählt und auch Scoops prominent platziert werden. Das Publikum ist nicht abgelenkt und für 90 Minuten voll fokussiert.
Das Projekt versteht sich als Laboratorium für Kunst und Journalismus. Wie sieht diese Arbeit konkret aus, und wie können sich Künstler*innen und Journalist*innen gegenseitig bereichern?
Wir entwickeln quasi als ein gemeinsamer Thinktank zusammen Ideen. Die Impulse können aus beiden Richtungen kommen. An welchen Themen sind die Journalisten dran, für welche Stories brauchen Sie einen Ort zur Resonanzerweiterung? Wo können Schauspieler*innen helfen, eine Recherche unterhaltsam und faktengetreu über die Rampe zu bringen? Auf der anderen Seite kommen die Themen aus der laufenden kuratorischen Praxis der Dramaturgie des Schauspiel Köln. Bei welchen brennenden Themen braucht sie Unterstützung bei der Entwicklung und faktenbasierten Ausgestaltung von Themen für die Bühne? Journalisten und Theaterleute sind gleichermaßen Profis im Geschichtenerzählen. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten und einem jeweils etwas anders ausdifferenzierten Verhältnis zur Wirklichkeit. Die gegenseitige Inspiration ergibt sich genau durch die verschiedenen Arbeitsmethoden und Vervielfältigungswege. Wie konstruieren wir Wahrheit, Wahrhaftigkeit, die Wirklichkeit.
In Zeiten von Informationsflut und Fake News: Welche Rolle spielt das Publikum in diesem neuen Recherchetheater und welchen Gewinn sollen die Zuschauer*innen daraus ziehen?
Das Publikum bekommt spannende Geschichten erzählt, die direkt aus der Realität kommen. In guter Broadway-Tradition gibt es viel zu lernen – und trotzdem ist dieser Lernprozess immer eingebettet in Entertainment. Hinzu kommt der kollektive Anteil am Theater. Man ist nicht alleine mit einer Lektüre und muss zum Austausch „ins Netz“, sondern kann direkt im Anschluss, von Angesicht zu Angesicht, miteinander über die Themen ins Gespräch kommen. Das ist gelebte Meinungsbildung und demokratische Praxis in einer freien Gesellschaft.

Journalisten und Theaterleute sind gleichermaßen Profis im Geschichtenerzählen. Mit unterschiedlichen Schwerpunkten und einem jeweils etwas anders ausdifferenzierten Verhältnis zur Wirklichkeit.
Kay Voges
Wie innovative Konzertformate in der Praxis aussehen können, zeigt das Ensemble Resonanz seit vielen Jahren mit seiner experimentellen Reihe urban string, in der es Kammermusik und Clubkultur fusioniert. Das international renommierte Kammerorchester verbindet hohe künstlerische Qualität mit der konsequenten Arbeit an neuen Aufführungsformen.
Mit der Konzertreihe „urban string“ holt das Ensemble Resonanz klassische Musik in das urbane Nachtleben. Mitten im Hamburger Bezirk St. Pauli präsentieren die Musiker*innen mit jeder Ausgabe ein eigens entwickeltes Programm und spannen dabei den Bogen vom klassischen Repertoire über Werke des 20. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.
Die Moderation übernehmen die Musiker*innen selbst und setzen so den thematischen Rahmen. Kooperationen mit DJs und Künstler*innen anderer Sparten bauen weitere Brücken und prägen die Atmosphäre von „urban string“ als künstlerisches Labor. Ziel der Konzertreihe ist es, klassische Musik zugänglicher zu machen und in den Stadtteil zu integrieren. 2016 wurde das Format mit dem Innovation Award der Classical Next ausgezeichnet.
Das Ensemble Resonanz zählt zu den führenden Kammerorchestern
weltweit. Seit 2017 hat das demokratisch organisierte Streichorchester eine Residenz in der Elbphilharmonie. Mit dem Format „urban string“ beschreiten die Musiker*innen neue Wege, um ein heterogenes und vornehmlich junges Publikum zu erreichen. Damit steht die Reihe für Offenheit und Mut. Diese Experimentierfreude gepaart mit dem hohem künstlerischem Niveau überzeugen uns.
| Aufführung | Monatlich |
| Veranstaltungsort | resonanzraum St. Pauli (Bunker Feldstraße), Hamburg |
| Förderzeitraum | 2013-2026 |
| Fördersumme | 183.000 Euro |
| Webseite | ensembleresonanz.com |
© Andrea Rossetti
Mit „Ruin“ verwandeln Sung Tieu und Henrike Naumann den Deutschen Pavillon der Biennale di Venezia 2026 in einen Raum, in dem Geschichte materiell spürbar wird. Kuratiert von Kathleen Reinhardt, verbindet der Beitrag persönliche Erinnerungen, politische Brüche und architektonische Spuren zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit deutscher Gegenwart und ihren historischen Kontinuitäten.
Ausgangspunkt ist die Frage, wie politische Gewalt, gesellschaftliche Verunsicherung und autoritäre Dynamiken in Räume, Bilder und Alltagsästhetiken eingeschrieben bleiben. Dabei arbeiten beide Künstlerinnen mit historischen Spuren, persönlichen Erinnerungen und architektonischen Fragmenten, um Gegenwart nicht als abgeschlossene Gegenwart, sondern als Fortsetzung vergangener Konflikte sichtbar zu machen. „Ruin“ beschreibt deshalb nicht nur den Verfall von Gebäuden, sondern auch politische und gesellschaftliche Brüche, deren Folgen bis heute fortwirken.
Sung Tieu überzieht die monumentale Architektur des Pavillons mit der Fassade eines ehemaligen DDR-Plattenbaus in der Berliner Gehrenseestraße. Der Wohnkomplex war eines der größten Wohnheime für Vertragsarbeiter*innen der DDR und zeitweise auch ihr eigenes Zuhause. Heute wird die Anlage abgerissen. In Venedig entsteht sie als großformatiges Mosaik neu und verbindet Fragen von Migration, Erinnerung, Überwachung und Verdrängung mit der Geschichte des Deutschen Pavillons selbst.
Im Inneren des Pavillons entwickelt Henrike Naumann mit Möbeln, Gardinen, Wandfarben und Interieurs eine installative Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Militarisierung, rechter Gewalt und ostdeutscher Transformationsgeschichte.
Ihre Arbeit verbindet Nachkriegszeit, DDR-Alltag und die „Baseballschlägerjahre“ der 1990er Jahre zu einer „archäologischen Vorgeschichte der Gegenwart“. Dabei untersucht sie, wie politische Spannungen und gesellschaftliche Verhärtungen Teil alltäglicher Räume und ästhetischer Gewohnheiten werden. Henrike Naumann hat ihren Beitrag bis zu ihrem plötzlichen Tod im Februar 2026 maßgeblich entwickelt. Das Team des Deutschen Pavillons realisiert die Arbeit in enger Abstimmung mit ihrem Studio und führt ihre künstlerische Konzeption weiter.
Der Pavillon ist in diesem Jahr zudem eng mit Hamburg verbunden: Sung Tieu ist Absolventin der HFBK Hamburg und war dort zuletzt Vertretungsprofessorin. Henrike Naumann sollte ab Herbst 2026 eine Professur an der Hochschule übernehmen. Zwischen Plattenbau, Interieur und monumentaler Pavillonarchitektur entsteht mit „Ruin“ ein Raum, in dem deutsche Geschichte nicht linear erzählt wird, sondern gleichzeitig und widersprüchlich erfahrbar bleibt.
Henrike Naumanns künstlerische Stimme wird weit über diese Biennale hinaus fehlen.
| Förderzeitraum | 9. Mai bis 22. November 2026 |
| Veranstaltungsort | Biennale von Venedig, Italien |
| Fördersumme | 40.000 Euro |
| Webseite | www.deutscher-pavillon.org/de |
Hilfe zur Selbsthilfe: Der Bonner Verein AsA e. V. unterstützt junge Geflüchtete mit unsicherem Aufenthaltsstatus dabei, eine berufliche und aufenthaltsrechtlich gesicherte Perspektive in Deutschland aufzubauen.
Die Phase des Erwachsenwerdens ist geprägt durch Zweifel über mögliche Lebenswege, Berufswahl und finanzielle Unabhängigkeit. Für junge Menschen mit Fluchterfahrung kommen weitreichendere Herausforderungen hinzu: Anforderungen an die „gesellschaftliche Integration“, Unsicherheit über den aufenthaltsrechtlichen Status, traumatische Erfahrungen im Heimatland oder während der Flucht und die Trennung von und Sorge um Familienangehörige in Kriegs- oder Krisengebieten.
AsA bietet den Jugendlichen einen sicheren Ort des Ankommens, an dem sie sich entfalten und verwirklichen können und unterstützt sie dabei, ihre Zukunft in Deutschland aktiv mitzugestalten. Zum ganzheitlichen Angebot gehören aufenthalts- und sozialrechtliche Beratungen, Deutschkurse, Hilfe bei Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche, Angebote zur politischen Bildung und zu interkulturellem Lernen, Einzelnachhilfe während Schule und Ausbildung sowie individuelle Unterstützung bei der Lebensorganisation in Deutschland. Dabei verfolgt AsA einen traumasensiblen Beratungsansatz.
Besonderen Wert legt der Verein auch auf die Einbindung ihrer rund 170 Ehrenamtlichen, die mittels eines eigenen Ehrenamtszentrums koordiniert und geschult werden. Sie begleiten die Jugendlichen in Form individueller Patenschaften und sind wichtige Bezugsperson für diese.
Über 300 Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung sind kontinuierlich an AsA gebunden. Seit 2021 kommen so viele Jugendliche zu AsA, dass der Verein die Nachfrage zeitweise nicht mehr decken konnte. Auch die Auswirkungen des Angriffskriegs auf die Ukraine sind spürbar und unterstreichen die Notwendigkeit für ein solches Angebot.
Wir fördern AsA, weil der ganzheitliche Unterstützungsansatz des Vereins in dieser Form in Deutschland einzigartig ist und ermöglicht, den individuellen Hilfebedarf jedes einzelnen jungen Menschen passgenau abzudecken.
| Standort | Bonn, Deutschland |
| Förderzeitraum | 2021-2027 |
| Fördersumme | 185.000 Euro |
| Webseite | asa-bonn.org |
Interview mit Johanna Strohmeier
Aus welcher Motivation und mit welchem Ziel wurde AsA vor 25 Jahren gegründet?
Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V. wurde vor 25 Jahren von einem Kreis ehrenamtlich engagierter Frauen gegründet, die sich schon damals für die Rechte geflüchteter Kinder und Jugendlicher einsetzten. Ihnen wurde der Zugang zu Bildung und weiteren vermeintlichen Grundrechten gänzlich verwehrt. AsA setzt sich seitdem für Chancengerechtigkeit und gegen strukturelle Benachteiligung ein.
Wie unterscheidet sich der modellhafte ganzheitliche Ansatz von AsA von anderen Unterstützungs- und Förderangeboten für unbegleitete minderjährige Geflüchtete?
Was AsA e.V. einzigartig macht, ist das ganzheitliche, bedarfsorientierte Konzept: Wir vereinen die Angebote unter einem Dach, die jugendliche Geflüchtete brauchen, um anzukommen und sich eine selbstbestimmte Zukunft aufzubauen. Das sind u. a. Sprachkurse, rechtskreisübergreifende Beratung, Berufsorientierung, Vermittlung in Ausbildung sowie eine engmaschige und vertrauensvolle Begleitung.
Welchen Unterschied macht die Arbeit von AsA heute konkret – individuell für die durch AsA begleiteten Jugendlichen, aber auch auf struktureller Ebene für die Zielgruppe?
Für die Jugendlichen ist AsA ein sicherer Ort, an dem sie stets willkommen sind und ihre Bedürfnisse äußern können. Wir erarbeiten mit ihnen eine Zukunftsperspektive und sichern – häufig durch die Vermittlung in Ausbildung – ihren Aufenthalt in Deutschland. Strukturell arbeiten wir eng mit diversen Akteuren der Geflüchteten- und Jugendhilfe zusammen, machen auf die Themen der Zielgruppe aufmerksam und erarbeiten konkrete Verbesserungen. Ein Beispiel dafür ist die Case-Management-Stelle im Kommunalen Integrationsmanagement der Stadt Bonn, die bei AsA angesiedelt ist. Wir konnten die Zusammenarbeit mit anderen Trägern wie auch mit der Kommune intensivieren. Dadurch konnten für die Zielgruppe bereits konkrete Erfolge erzielt werden, z. B. im Rahmen einer koordinierten Zusammenarbeit im Rahmen des Chancenaufenthalts oder auch bzgl. der Bedürfnisse und Bedarfe der Jugendlichen, die aus der Jugendhilfe ausscheiden (Careleaver).

Es braucht ein Umdenken: weg vom problemzentrierten Blick hin zur Anerkennung von Chancen und Potenzialen. Schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und verlässliche Zugänge zu Bildung, Ausbildung und Arbeit sind entscheidend, damit junge Geflüchtete früh Perspektiven entwickeln können.
Johanna Strohmeier
TONALi entwickelt Konzertformate, die Musiker*innen, Publikum und Stadtraum miteinander verbinden. So entstehen neue Zugänge zur klassischen Musik und Formen der Teilhabe, die das Konzert neu denken.
Die Hamburger Kultur und Bildungsinitiative verfolgt seit 2010 das Ziel, klassische Musik als offene Kunstform weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um neue Formate, sondern auch um die Frage, wer an ihrer Entstehung beteiligt ist. TONALi bindet deshalb Musiker*innen, junge Menschen und Publikum aktiv in die Gestaltung des Konzertlebens ein.
In der TONALi Akademie entwickeln internationale Nachwuchsmusiker*innen eigene künstlerische Konzepte und verbinden ihre musikalische Arbeit mit Vermittlung, Organisation und gesellschaftlicher Verantwortung. Die Publikumsakademie beteiligt Hamburger Schüler*innen an der Entwicklung und Umsetzung von Konzerten. Beide Programme schaffen einen gemeinsamen Lernraum, in dem junge Menschen Verantwortung übernehmen und klassische Musik aus unterschiedlichen Perspektiven mitgestalten.
Mit dem Kunstschutzgebiet trägt TONALi diesen Ansatz in den Stadtraum. Rund um den Campus in Hamburg entstehen Orte, an denen Nachbarschaft, Jugendliche, Musiker*innen und Publikum zusammenkommen. Auch das TONALi Festival verbindet künstlerische Qualität mit gesellschaftlicher Teilhabe und zivilgesellschaftlichem Engagement.
TONALi verbindet Nachwuchsförderung und künstlerische Entwicklung mit Vermittlung und gesellschaftlicher Verantwortung. Durch interdisziplinäre Formate, die Öffnung in den Stadtraum und die aktive Beteiligung junger Menschen entstehen neue Perspektiven für das klassische Konzert und ein vielfältiges Publikum.
| Förderzeitraum | 2014-2027 |
| Veranstaltungsort | verschiedene Orte in Hamburg |
| Fördersumme | 55.000 Euro |
| Webseite | tonali.de |
Interview mit Amadeus Templeton
Wie erreicht TONALi mit der Publikumsakademie Jugendliche, die von Hause aus nur wenig Berührungspunkte mit klassischer Musik haben?
Mit unserer Publikumsakademie wenden wir uns vornehmlich an Jugendliche aus weiterführenden Stadtteilschulen und Gymnasien aus dem gesamten Hamburger Stadtgebiet. Auch achten wir genau darauf, eine möglichst große gesellschaftliche Vielfalt durch unsere Arbeit zu erreichen und zu involvieren. Gerade die Jugendlichen aus Schulen, die mit klassischer Musik vielleicht eher weniger zu tun haben, interessieren uns besonders. Warum? Weil wir nicht für die klassische Musik missionieren, sondern mit der klassischen Musik in einen interkulturellen Dialog treten möchten. Das ist vielleicht auch der Schlüssel unseres kulturellen Bildungserfolgs. Wenn wir diese Haltung wirklich leben, dann machen wir uns für die erreichbar, die von Hause aus nur wenig Berührungspunkte mit klassischer Musik haben. Und wenn wir uns dann begegnen in TONALi-Konzerten, in denen die Bühne zwischen Profis und Amateuren paritätisch geteilt wird, in der eine professionell gespielte Schubert-Symphonie einem partizipativen Spielraum gegenübersteht, dann wird das Ganze zu einem Fest, zur Musik, die alle ernst- und mitnimmt.
Inwiefern bereitet die in der Bühnenakademie gebotene Ausbildung die Stipendiaten darauf vor, ihren Lebensunterhalt
als Musiker*innen zu verdienen?
Die eigene Kunst mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden, das kann man bei uns erlernen. Und wer sein eigenes „Warum“ wirklich kennt, wer eine musikalische Mündigkeit entwickelt hat, wer sich für das Gemeinwohl einzusetzen vermag, findet zumeist auch seinen ganz eigenen, selbstbestimmten Weg. Darüber hinaus qualifizieren wir unsere Musiker*innen darin, sich in Schulprojekten zu betätigen, empowernde Quartiersarbeit zu betreiben, zeitgenössische Konzertformate zu entwickeln, eigene künstlerisch-soziale Impulsprojekte aufzubauen. Und wir schulen sie darin, professionelle Förderanträge zu schreiben. Aktuell arbeiten unsere Musizierenden zusammen mit zahlreichen Jugendlichen und Anwohnenden diverser Quartiere an einem ersten Hamburger Kunstschutzgebiet, das wir mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes kreiert haben.
Über welches Etappenziel freut ihr euch persönlich nach 15 Jahren TONALi am meisten?
Wir haben bis 2019 einen der besten Musikwettbewerbe in Deutschland aufgebaut. Und dann haben wir diesen losgelassen, um uns auf die Zukünfte des klassischen Konzertes zu konzentrieren. Es hat ein wenig gedauert, bis unser gewachsenes Umfeld verstanden hat, warum wir das getan haben und welchen Beitrag wir heute leisten, ob in Bildung, im Konzert oder im Kulturleben ganz allgemein. Das ist für uns ein Etappenziel, eine erste Errungenschaft, da wir das konkurrierende Prinzip durch das kollaborative Prinzip abgelöst haben.

Weil wir nicht für die klassische Musik missionieren, sondern mit der klassischen Musik in einen interkulturellen Dialog treten möchten. Das ist vielleicht auch der Schlüssel unseres kulturellen Bildungserfolgs. Wenn wir diese Haltung wirklich leben, dann machen wir uns für die erreichbar, die von Hause aus nur wenig Berührungspunkte mit klassischer Musik haben.
Amadeus Templeton
© MUT Academy
Mutig in die Zukunft starten: Die MUT Academy begleitet Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung und erarbeitet mit den Teilnehmenden individuell passende Perspektiven für das bevorstehende Berufsleben.
Rund 60 Prozent der Hamburger Jugendlichen, die eine Stadtteilschule nach der 10. Klasse verlassen, schaffen den Übergang in die Berufsausbildung nicht. Es mangelt den Schüler*innen, die die Schule meist mit einem ESA (erste allgemeinbildende Abschluss) oder ohne Abschluss verlassen, häufig jedoch nicht nur an Ausbildungsperspektiven; oftmals fehlen ihnen auch ein positives Selbstbild und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten.
Mit ihrem umfangreichen Programm zielt die MUT Academy deshalb darauf ab, die jugendlichen Schüler*innen gezielt auf die neue Etappe vorzubereiten und ihnen die Angst vor den bevorstehenden Veränderungen zu nehmen. Die Academy steht überwiegend denjenigen Jugendlichen zur Seite, die weder die Chance haben, eine Praxis- oder Transferklasse zu besuchen, noch Unterstützung durch eine Berufseinstiegsbegleitung erhalten. Die 15- und 16-Jährigen werden zwei Jahre lang in regelmäßigen
Workshops, Camps und mit individueller Betreuung begleitet. Gearbeitet wird beispielsweise mit selbstexplorativen Methoden wie Rollenspielen, Coachings und Bewerbungssimulationen, um Zukunftsängste abzubauen und neue Perspektiven aufzuzeigen. Dadurch schafft es die MUT Academy fehlende Unterstützung aus dem Umfeld auszugleichen und Motivationsprobleme zu lösen.
Die Corona-Pandemie hat den Arbeits- und Ausbildungsmarkt noch einmal verschärft. Mit ihrem intensiven Betreuungsprogramm schafft es die MUT Academy, Jugendliche an einem wichtigen Wendepunkt zu stärken und ihnen nachhaltige Ausbildungs- und Berufsperspektiven zu eröffnen. Diesen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit unterstützen wir.
| Standort | Hamburg, Deutschland |
| Förderzeitraum | 2021-2027 |
| Fördersumme | 120.000 Euro |
| Webseite | www.mutacademy.de |
Jugendstil* unterstützt junge Menschen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte dabei, eigene Ideen umzusetzen und gesellschaftliche Teilhabe aktiv zu gestalten. Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet eine Jugendjury, die selbst aus jungen migrantischen Menschen aus Ostdeutschland besteht.
Der von der Stiftung Bürger für Bürger entwickelte Ideenfonds fördert selbstorganisierte Projekte in den ostdeutschen Bundesländern mit bis zu 2.000 Euro. Die Jugendjury legt eigene Vergabekriterien fest und bringt damit die Erfahrungen und Bedarfe derjenigen in die Entscheidungen ein, an die sich das Programm richtet. Jugendstil* fördert so nicht nur einzelne Vorhaben, sondern erprobt eine Förderpraxis, in der junge Menschen Verantwortung übernehmen und selbst über die Verteilung von Ressourcen mitentscheiden.
Ergänzt wird die finanzielle Unterstützung durch Beratung und Vernetzung. Das Projektteam begleitet die Initiativen bei der Entwicklung ihrer Vorhaben und bringt Engagierte aus unterschiedlichen Regionen zusammen.
Dadurch entstehen geschützte Räume für Erfahrungsaustausch, gegenseitige Stärkung und gemeinsame Strategien im Umgang mit Diskriminierung und gesellschaftlicher Polarisierung.
Seit 2021 hat Jugendstil* 156 Projekte ermöglicht und mehr als 36.500 junge Menschen erreicht. Zunehmend entstehen dabei auch Initiativen in ländlichen Regionen. Dass ehemals Geförderte heute selbst in der Jugendjury mitwirken, zeigt, wie aus einem Vertrauensvorschuss langfristiges Engagement und neue Verantwortung erwachsen können. Auf diese Weise stärkt Jugendstil* nicht nur migrantische Initiativen, sondern setzt auch Impulse für eine partizipativere Förder- und Engagementlandschaft in Ostdeutschland.
| Standort | Halle, Deutschland |
| Förderzeitraum | 2025 |
| Fördersumme | 20.000 Euro |
| Webseite | www.jugendstil-projekt.de |
© Isabel Machado Rios / Thalia Theater
In der Literaturreihe Umbrüche laden Deniz Utlu und Sasha Marianna Salzmann internationale und deutschsprachige Autor*innen ins Nachtasyl des Thalia Theaters ein. In Lesungen und Gesprächen untersuchen sie, wie Literatur politische, soziale und persönliche Veränderungen aufnimmt und in Sprache übersetzt.
Wie verändert sich das Schreiben, wenn vertraute Gewissheiten ins Wanken geraten? Dieser Frage widmen sich die eingeladenen Autor*innen anhand ihrer aktuellen Werke. Sie lesen aus ihren Büchern, sprechen über ihre Themen und Arbeitsweisen und erläutern, wie gesellschaftliche Erfahrungen in literarische Formen eingehen. So wird nachvollziehbar, wie Literatur Veränderungen nicht nur beschreibt, sondern ordnet, verdichtet und aus unterschiedlichen Perspektiven erfahrbar macht.
Die Reihe bringt Autor*innen mit verschiedenen biografischen, sprachlichen und politischen Erfahrungen zusammen. Ihre Texte befassen sich unter anderem mit Migration, Gewalt, gesellschaftlichen Machtverhältnissen, persönlichen Verlusten und politischen Umbrüchen. Im Gespräch werden diese Perspektiven miteinander in Beziehung gesetzt, ohne Widersprüche aufzulösen oder auf einfache Deutungen zu verkürzen.
Das Nachtasyl schafft dafür einen offenen und unmittelbaren Rahmen. Autor*innen, Schauspieler*innen und Publikum kommen über die Texte und die darin verhandelten Fragen ins Gespräch. Die Begegnung endet nicht mit der Lesung, sondern setzt sich im Austausch vor Ort fort. Sonderausgaben und Verbindungen zu anderen Kunstformen, etwa zur Musik, erweitern die literarische Auseinandersetzung zusätzlich.
Mit Gästen wie Fatma Aydemir, Ece Temelkuran, Maria Stepanova, Anna Dushime und Ozan Zakariya Keskinkılıç versammelt Umbrüche Stimmen, die gesellschaftliche Veränderungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Die Reihe verbindet literarische Qualität mit der Auseinandersetzung über drängende Fragen der Gegenwart und schafft einen Raum, in dem komplexe Erfahrungen sprachlich gefasst, miteinander ins Verhältnis gesetzt und gemeinsam mit dem Publikum diskutiert werden können.
| Förderzeitraum | 2025 – 2027 |
| Veranstaltungsort | Thalia Theater |
| Fördersumme | 20.000 Euro |
| Webseite | www.thalia-theater.de |
© Manuel Braun / Staatsoper Hamburg
FRAMING the REPERTOIRE lädt das Publikum der Staatsoper Hamburg ein, bestehende Inszenierungen aus heutiger Perspektive neu zu betrachten. Die Programmlinie versteht das Opernrepertoire als lebendigen Erfahrungs- und Reflexionsraum, in dem historische, ästhetische und gesellschaftliche Perspektiven aufeinandertreffen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Inszenierungen, die teilweise vor vielen Jahren entstanden sind, heute gelesen und kontextualisiert werden können. Repertoireproduktionen werden dabei als Kunstformen eigenen Rechts begriffen, deren Bedeutung sich mit den Erfahrungen und Fragestellungen jeder Gegenwart verändert. So lassen sich sowohl die historischen Dimensionen einer Produktion als auch ihre Wirkung auf ein heutiges Publikum neu erschließen.
Rund um ausgewählte Wiederaufnahmen entfaltet FRAMING the REPERTOIRE ein vielfältiges Begleitprogramm. Gespräche, Vorträge und künstlerische Interventionen eröffnen neue Perspektiven auf Werk, Regie und Aufführungsgeschichte.
Studentische Framing Guides begleiten die Vorstellungen und kommen mit dem Publikum über unterschiedliche Lesarten der Produktionen ins Gespräch. Ergänzt wird das Programm durch neu gestaltete Programmhefte sowie die Framing Hall, einen Ort zum Lesen, Zuhören und Diskutieren.
FRAMING the REPERTOIRE versteht das Publikum als aktiven Teil der künstlerischen Auseinandersetzung. Bestehende Inszenierungen werden nicht nur bewahrt, sondern in ihren historischen Zusammenhängen sichtbar gemacht und aus heutiger Perspektive weitergedacht. Indem die Programmlinie Vermittlung, Kontextualisierung und Beteiligung miteinander verbindet, zeigt sie, wie sich Opernrepertoire kontinuierlich neu erschließen lässt und klassisches Musiktheater durch neue Formen der Rezeption lebendig bleibt.
| Förderzeitraum | 2025-2027 |
| Veranstaltungsort | Staatsoper Hamburg |
| Fördersumme | 30.000 Euro |
| Webseite | www.die-hamburgische-staatsoper.de |