Virtual Reality

Verschmelzung von Kunst und Technologie

VHRAM! Festival

© VRHAM! Festival e. V.

Das VRHAM! Festival lässt in die Welt virtueller Kunst eintauchen und positioniert sich an der Schnittstelle von Kunst und Technologie. Damit lotet es neue Ausdrucksformen aus.

Virtual, Augmented und Mixed Reality: Das VRHAM! Festival bietet der vielfältigen virtuellen Kunst eine Plattform und erforscht die wachsenden digitalen Möglichkeiten in der Kunst. Indem die Betrachter*innen in den Mittelpunkt gestellt und von einer 360 Grad-Welt umgeben werden, überschreitet VR-Kunst die Grenzen üblicher Darstellungsformen und öffnet Türen zu neuen Erfahrungswelten.

Neben künstlerischen Arbeiten bietet das VRHAM! Festival auch Diskussionsrunden, Workshops und Panels und schafft damit vielfältige Möglichkeiten, mehr über aktuelle VR-Entwicklungen zu erfahren.

Das Festival feierte 2018 seine Premiere im Hamburger Oberhafenquartier und findet seitdem jährlich statt – zuletzt, im Juni 2020, aufgrund der Corona-Pandemie im digitalen Raum.

VRHAM! ist weltweit das erste Festival, das die künstlerischen Möglichkeiten von Virtual Reality in den Mittelpunkt stellt. Gezeigt werden Werke, die aufgrund der technischen Voraussetzungen im klassischen Ausstellungsraum bisher nur selten präsentiert werden. Gleichzeitig wird das Medium Virtual Reality, das für viele noch unbekannt ist, zugänglicher gemacht. Wir unterstützen diese Ausrichtung und den experimentellen Charakter von VRHAM! und sind als Förderin seit 2019 dabei.

Festivalzeitraum jährlich im Juni
Veranstaltungsort Oberhafenquartier Hamburg
Förderzeitraum 2018-2020
Fördersumme 6.000 Euro
Webseite vrham.de

Teach First Deutschland

© Teach First Deutschland

In Deutschland entscheidet soziale Herkunft noch immer über den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen. Die Initiative Teach First Deutschland nimmt die Bildungsgerechtigkeit deshalb selbst in die Hand.

Die Vision von Teach First Deutschland ist klar formuliert: Jedes Kind soll die Schule mit einem Abschluss und den festen Glauben an den eigenen Erfolg verlassen. Um dies zu erreichen schickt die Organisation Hochschulabsolvent*innen an Schulen in sozialen Brennpunkten, die dort als Fellows den Schüler*innen intensiv zur Seite stehen. Sie widmen sich den einzelnen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und wirken damit dem individuellen Betreuungsmangel entgegen. Das Angebot kann sowohl Hausaufgabenbetreuung und Bewerbungstrainings umfassen als auch die Ausrichtung von Arbeitsgruppen oder die Unterstützung im Unterricht. Im Rahmen der zweijährigen Fellowships werden viele der Hochschulabsolvent*innen zu Vertrauenspersonen der Schüler*innen und können gerade in entscheidenden Prüfungsphasen den notwendigen Unterschied leisten. Denn gerade der Übergang von einer (Klassen)Stufe in die nächste stellt für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten

Familien oftmals eine Sollbruchstelle dar.
Damit die Fellows optimal auf ihren Einsatz vorbereitet sind, werden sie nach einem strengen Verfahren ausgewählt, mehrere Monate intensiv ausgebildet und anschließend zwei Jahre lang eng begleitet und weitergebildet. Basierend auf ihren Erfahrungen entwickeln sich die Fellows schließlich zu Bildungsbotschafter*innen, die im politischen und gesellschaftlichen Bildungsdiskurs mitsprechen können und wertvolle soziale Kompetenzen erlernt haben.
Den Teufelskreis der sozialen Ungerechtigkeit zu durchbrechen, eröffnet vielfältige Perspektiven – nicht nur für den Einzelnen, sondern auch zugunsten einer gesellschaftlichen Stabilität. Aus diesem Grund fördern wir das Projekt mit der Unterstützung eines Fellows in Hamburg.

Standort Hamburg, Deutschland
Förderzeitraum 2020
Fördersumme 35.000 Euro
Webseite www.teachfirst.de

Netzwerk für kollaborativen Lokaljournalismus

CORRECTIV.Lokal

© CORRECTIV

Mit CORRECTIV.Lokal hat das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV ein nationales Netzwerk für kollaborativen Lokaljournalismus geschaffen.

Der lokale Investigativjournalismus befindet sich in einer schwierigen Lage: Budget-und Stellenkürzungen sowie die disruptiven Veränderungen der Medienbranche führen dazu, dass aufwendige Rechercheprojekte oft auf der Strecke bleiben. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, hat CORRECTIV eine innovative journalistische Infrastruktur geschaffen: CORRECTIV.Lokal bietet Lokaljournalist*innen, Blogger*innen und Fachexpert*innen eine Plattform, um Informationen und Dokumente zu bestimmten Themen zusammenzutragen und stößt gleichzeitig Recherche- und Enthüllungsprojekte an, die sowohl von lokaler als auch nationaler Relevanz sind. Auf diese Weise entstehen Recherchen, die eine einzelne Lokalredaktion nicht leisten könnte und dennoch individuell veröffentlicht werden können.
CORRECTIV.Lokal bindet auch gezielt Bürger*innen in seine Arbeit ein. So

beispielsweise für das Projekt „Wem gehört Deutschland?“ zur Analyse städtischer Wohnungsmärkte. Nach der Pilotphase in Hamburg wurde die Recherche in fünf weiteren Städten umgesetzt – basierend auf der von CORRECTIV.Lokal gestellten redaktionellen Infrastruktur. Das Projekt wurde 2019 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.
Durch die multilokale Zusammenarbeit bündelt das Netzwerk Wissen und Ergebnisse, die strukturelle Missstände sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene sichtbar machen. Außerdem kann die Kollaboration die Qualität der kritischen Berichterstattung im Lokalen heben und das Projekt zu einer aufgeklärten Gesellschaft beitragen – diese innovativen Ansätze überzeugen. Deshalb fördern wir CORRECTIV.Lokal.

Förderzeitraum 2018 bis 2020
Fördersumme 210.000 Euro
Webseite correctiv.org/correctiv-lokal

Theater

Ein Festival des Thalia Theaters

Lessingtage

© Matthias Horn

„Um alles in der Welt“: Die Lessingtage haben sich längst zu einem international renommierten Festival entwickelt, das mit künstlerischen Mitteln über die zentralsten Fragen des Weltgeschehens diskutiert.

Kulturelle Identität, religiöse Diversität, die Klimakrise, Einwanderung oder Weltbürgertum – mit den Lessingtagen richtet das Thalia Theater seit 2010 jedes Jahr seinen Fokus auf aktuelle weltpolitische und gesellschaftliche Diskurse und nähert sich diesen aus transkultureller, interdisziplinärer Perspektive. Teil des Programms sind neben internationalen Gastspielen und Eigenproduktionen auch Ausstellungen, Diskussionen und Lesungen. Fest integriert ist zudem die „Lange Nacht der Weltreligionen“ sowie die Festivaleröffnung durch bedeutende engagierte Persönlichkeiten – 2020 spricht beispielsweise die indische Physikerin Vandana Shiva, die damit Redner*innen wie Can Dündar, Ilija Trojanow oder Navid Kermani folgt.

Die Lessingtage verhandeln von Jahr zu Jahr auf künstlerische Weise das, was die Welt über den eigenen Horizont hinaus beschäftigt. Außerdem dient das Festival immer wieder zum Anlass, Werte oder Aussagen (deutscher) Klassiker in die heutige Zeit zu übertragen und Denkanstöße hin zu einer offenen, komplexen Gesellschaft zu geben. Aus diesen Gründen unterstützen wir das Festival seit vielen Jahren.

Festivalzeitraum jährlich im Januar/Februar
Veranstaltungsort Thalia Theater Hamburg
Förderzeitraum 2011-2020
Fördersumme 160.000 Euro
Webseite thalia-theater.de

Stadtentwicklung, Architektur

Ein Offshore-Campus für Städte in Transformation

Floating University Berlin

© Daniel Seiffert

Ein Labor für urbane Experimente: Die Floating University Berlin betrachtet die Stadt im Wandel und nimmt Routinen im städtischen Alltag unter die Lupe.

Weltweit befinden sich Städte im Umbruch; Metropolen setzen sich mit ökonomischen, gesellschaftlichen und ökologischen Parametern auseinander, entwerfen neue Konzepte, um bestehende Grenzen zu überwinden oder auszuweiten. Die Floating University Berlin (FUB) reagiert auf diese Entwicklungen und schafft 2018 einen Campus auf Zeit inmitten eines riesigen, alten Betonbeckens für Regenwasser am Rande des ehemaligen Flughafens Tempelhof.
Die Institution versteht sich als internationaler Ort des Austauschs über Strategien und Taktiken von Raumproduktion, als Einrichtung des voneinander Lernens und als Labor für urbane Experimente. Schwerpunkte sind transdisziplinäre Programme, vor allem auch Disziplinen, die untereinander traditionell wenig Kontakt haben: so zum Beispiel Stadtentwicklung und Tanz, Wasserwirtschaft und bildende Kunst, Architektur und Abfallmanagement oder islamische Theologie und Urban Design. Gesucht

wird nach neuen Formen städtischen Handelns, nach kooperativen Entwicklungen und Umsetzungen. Gleichzeitig leitet die FUB eine Testanlage zur ökologischen Regenwasseraufbereitung und leistet damit aktiv einen ökologischen Beitrag.
In Zeiten rasanter wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und klimatischer Veränderungen steht die Stadtentwicklung gegenwärtig vor einer Vielzahl an Herausforderungen. Die FUB eröffnet mit ihrem fächerübergreifenden Diskurs neue Perspektiven, schafft Vernetzung und Interaktion – nicht nur innerhalb der Lehrenden und Studierenden, sondern auch bewusst mit den Bewohner*innen und interessierten Besucher*innen. Diesen Ansatz unterstützen wir.

Lehraufnahme Mai 2018
Fördersumme 10.000 Euro
Veranstaltungsort Tempelhof, Berlin
Webseite floatinguniversity.org

Theater

Festival der Gegenwartsdramatik

Autorentheatertage und Radar Ost

© Ira Polyarnaya

Die „Autorentheatertage“ sind das wichtigste Festival für deutschsprachige Gegenwartsdramatik. Seit 2018 richtet die Veranstaltung mit „Radar Ost“ den Blick gezielt nach Osteuropa.

Internationale Produktionen, Gastspiele aus dem deutschsprachigen Raum und dazu drei Uraufführungen in einer Langen Nacht: Die Autorentheatertage am Deutschen Theater in Berlin bündeln Jahr für Jahr die Tendenzen des zeitgenössischen Autor*innentheaters in einem zweiwöchigen Festival.
Die Veranstaltung hat sich dabei kontinuierlich weiterentwickelt: 2015 fällt beispielsweise die inzwischen bewährte Entscheidung zur Produktion von Uraufführungen ausgewählter Stücke. 2018 folgt ein weiterer prägender Schritt: Die Einführung eines internationalen Auftakts mit Blick nach Osteuropa: Im Rahmen von „Radar Ost“ werden erstmals Inszenierungen aus Weißrussland, Ungarn, der Ukraine, Tschechien und Russland kompakt an einem Wochenende gezeigt. Die Eröffnung übernimmt Kirill Serebrennikov mit Who is happy in Russia? – eine Inszenierung über die Tatsache, dass Wohlstand und Glück nicht gleichbedeutend sind und das heutige Russland unter Putin nicht weniger provokativ als zu Zeiten

Nikolai Nekrasov ist. „Radar Ost“ trifft auf Zuspruch und wird in den kommenden Jahren fortgesetzt. Die Autorentheatertage erhalten jedes Jahr über 100 Einreichungen, von denen eine prominente und unabhängige Jury die Stückauswahl trifft. Gemeinsam mit den Gastspielen schafft die Veranstaltung einen Rahmen für relevante gesellschaftliche Debatten.
Mit der Einführung von „Radar Ost“ wird der Geschichtsverbundenheit zwischen Berlin und dem Osten nachgegangen und dabei Perspektiven einen Raum gegeben, die bisher kaum zu hören waren. Wir sind als Förderin seit 2007 an Bord.

Festivalzeitraum jährlich im Mai/Juni
Veranstaltungsort Deutsches Theater Berlin
Förderzeitraum Autorentheatertage: 2007-2018

Radar Ost: 2019-2020

Fördersumme Autorentheatertage: 395.000 Euro

Radar Ost: 20.000 Euro

Webseite deutschestheater.de

Tanz, Nachwuchsförderung

Eine Tanztrilogie von Patricia Carolin Mai

Körper in Extremzuständen

© Jana Kühle

Wie reagieren Körper in Extremzuständen? Dieser Frage widmet sich Patricia Carolin Mai in einer interkulturellen Tanztrilogie.

Was passiert mit dem menschlichen Körper, wenn er Naturkatastrophen, Krieg oder Terror ausgesetzt ist? Welchen Impulsen folgt er und welche Erinnerungen bleiben in ihm eingeschrieben?
Die Hamburger Tänzerin und Choreographin Patricia Carolin Mai begibt sich auf eine Bewegungsrecherche und untersucht anhand von Interviews und eigenen Erfahrungen körperliche Reaktionen in Extremsituationen. Beeinflusst von einem längeren Aufenthalt in Tel Aviv entwickelt sie in ihrem Auftaktwerk „Ready to Snap“ eine Choreographie zweier kämpfender Körper, die nach dem Prinzip Aktion und Reaktion in ständiger Verhandlung zwischen Angriff und Flucht, Brutalität und Zartheit stehen. Für ihr zweites Stück „BalaganBody“ setzt die Künstlerin die Perspektive einer sich in Sicherheit fühlenden Hamburger Tänzerin den Empfindungen eines israelischen Tänzers entgegen, der aufgrund des Nahost-Konflikts permanenter Bedrohung ausgesetzt ist.
Im abschließenden Teil ihrer Trilogie arbeitet Mai schließlich mit 70 Laientänzer*innen zusammen und thematisiert das Gefühl der Hilflosigkeit und des Getriebenseins angesichts großer weltpolitischer Entwicklungen,

aber auch alltäglicher Dramen. Der Titel „Hamonim“ stammt dabei aus dem Hebräischen und bedeutet „Was die Masse bewegt“. Ausgelotet werden auch die Übertragung der Verletzung eines einzelnen Körpers auf die Gruppe und die Entstehung emotionaler Verbindungen.
Mai beweist mit „Körper in Extremzuständen“ eine eindrucksvolle Experimentierfreudigkeit und greift interkulturell gesellschaftlich relevante Themen auf. Für „Ready to Snap“ erhielt sie den Nachwuchspreis der Stadt Hamburg, alle Produktionen werden international aufgeführt. Wir freuen uns den Wagemut der talentierten Nachwuchskünstlerin unterstützen zu können, die die Trilogie auf ihren ersten Wegen nach dem Studium realisiert hat.

Aufführungen
  • „Ready to Snap“: 2016
  • „BalaganBody“: 2017
  • „Hamonin“: 2019
Veranstaltungsort Kampnagel, Hamburg
Fördersumme 5.000 Euro
Webseite patricia-carolin-mai.de

Kulturelle Bildung, Audience Development

Ein Festival von TONALi

Klassik in deinem Kiez

© Georg Tedeschi

Nicht zusehen, sondern selbst machen: Bei dem Festival „Klassik in deinem Kiez“ entwickeln und organisieren Schüler*innen innovative Konzertformate für aufstrebende Nachwuchspianist*innen.

Auf und hinter der Bühne: Beim Hamburger Festival „Klassik in deinem Kiez“ wird die Programmgestaltung der zwölftägigen Veranstaltung von Schüler*innen übernommen – als junge Manager*innen präsentieren sie Künstler*innen in ihrem Alter und organisieren zwölf Konzerte für Nachwuchspianist*innen der TONALi-Akademie. Die Darbietungen werden dabei an vielen unkonventionellen Orten gezeigt – zum Beispiel in der Bergedorfer Mühle oder in der Fischhalle Harburg.
Ziel des Festivals ist es, das Interesse der jungen Generation an klassischen Musikerlebnissen zu wecken, sie daran teilhaben zu lassen und die Auseinandersetzung aus verschiedenen Perspektiven zu vertiefen. Ob als Organisator*in, Moderator*in oder Musiker*in – die jungen Teilnehmer*innen packen überall mit an und lernen weit mehr, als dass Klassik auch fesselnd sein kann.

„Klassik in deinem Kiez“ ist eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2017 wurde das Festival mit dem ECHO KLASSIK in der Kategorie „Preis für Nachwuchsförderung“ ausgezeichnet und hat sich damit binnen weniger Jahre zu einem gefragten Zentrum für zukunftsweisende Kultur-Impulse entwickelt. Doch anstatt sich auf dem Erfolg auszuruhen wird das Festival jährlich kritisch reflektiert und weiterentwickelt. So wird das Vorhaben, ein junges Publikum an Klassik heranzuführen, konsequent vorangetrieben. Die einzigartige Einbindung der jungen Generation in ein Festival und die spannende Perspektive des Audience Development unterstützen wir mit Überzeugung.

Festivalzeitraum jährlich im November
Veranstaltungsort verschiedene Orte in Hamburg
Förderzeitraum 2014-2019
Fördersumme 26.000 Euro
Webseite tonali.de

südSee Kinder- und Jugendhilfe

© südSee Kinder- und Jugendhilfe

Familiäre Strukturen, individuelle pädagogische Betreuung und eine enge Bindung an das soziale Umfeld – nach diesen Prinzipien leitet der Verein südSee zwei Kinderheime und hat damit für deren Bewohner*innen ein Zuhause geschaffen.

2007 gründeten sieben Sozialarbeiter*innen im oberbayrischen Dorf Seeshaupt am Rande des Starnberger Sees die „Villa südSee“: ein kleines familiäres Kinderheim mit Platz für acht Kinder und Jugendliche. Das Besondere daran: Seine Bewohner*innen sind eng im Dorf vernetzt, sie gehen dort zur Schule, sind in örtlichen Vereinen aktiv und besuchen regelmäßig ihre Freunde. So leben sie fast wie in einer „richtigen“ Familie und in einem belebten und interaktiven Umfeld. Sie fühlen sich wohl und erzielen schulische Erfolge.
Dass aus dem Projekt schnell ein Erfolg wurde, ist auch dem konstant gebliebenen pädagogischen Personal geschuldet: Noch nie gab es hier einen Wechsel und so liegt der Betreuungsschlüssel vergleichsweise hoch.

Mit dem Erfolg stieg auch die Nachfrage. 2015 wurde daher ein zweites Heim, das „Haus südSee“ eröffnet. Auch hier haben die Bewohner*innen alles, was sie brauchen: Neben ihren eigenen Zimmern gibt es eine Wohnküche, ein Wohnzimmer sowie Therapieräume, einen Sport- und einen Werkraum. Mittlerweile können in den südSee-Heimen insgesamt 16 Kinder und Jugendliche betreut werden. Der Ankauf für das benötigte Grundstück wurde über einen Kredit finanziert, den wir für ein Jahr übernommen haben – denn durch die modelhafte Arbeit von südSee e. V. wird Kindern die entscheidende Basis für Ihre Entwicklung gegeben: ein intaktes Zuhause in einem stabilen Erziehungs- und Lebensumfeld.

Standort Seeshaupt, Deutschland
Förderzeitraum 2018-2020
Fördersumme 36.000 Euro
Webseite www.suedsee-ev.de

FREIRÄUME!-Fonds

© Christian Bartsch
Seit 2016 fördert der Hamburger Fonds FREIRÄUME! schnell und unbürokratisch kulturelle Projekte mit Geflüchteten. Jetzt wird die Nachhaltigkeit der Strukturen gesichert.

Der FREIRÄUME!-Fonds ist Beispiel einer gelungenen Förderkooperation zwischen öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft: Der Fonds wurde 2015 von einer Stiftungsallianz ins Leben gerufen, um die Partizipation und Integration von Geflüchteten durch Kulturprojekte in Hamburg zu fördern. Durch die Unterstützung zahlreicher Privatpersonen, gemeinnütziger Organisationen, Unternehmen und dem Hamburger Integrationsfonds konnten in den darauffolgenden Jahren rund 100 Projekte mit über 750.000 Euro gefördert werden. Vor allem Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung ermöglicht die Teilnahme an den Vorhaben ein Stück weit gesellschaftliche und kulturelle Partizipation – viele der Initiativen sind für sie ein wichtiger Ankerpunkt zum Ankommen.

Doch Integration erfordert Zeit – seit 2019 wird der Fonds daher mit der Ausrichtung auf eine Verstetigung der geschaffenen Strukturen fortgesetzt. Erfolgreiche Projekte aus den Anfangsjahren werden weiter unterstützt, um deren Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Vielversprechende neue Projekte werden ergänzend in das Förderportfolio aufgenommen.
Die langfristige Perspektive des Fonds unterstützen wir ebenso wie seine Grundausrichtung eines niederschwelligen Angebots zur Integration junger Geflüchtete – daher fördern wir FREIRÄUME! seit 2016.

Standort Hamburg, Deutschland
Förderzeitraum 2016-2020
Fördersumme 40.000 Euro
Webseite kulturstiftung-hh.de