Fotografie

Loredana Nemes überrascht mit Fotografie und Lyrik

Gier Angst Liebe. Fotografien 2008–2018

Mit „Gier Angst Liebe“ widmet die Berlinische Galerie der Fotografin Loredana Nemes ihre erste institutionelle Einzelausstellung.

Die Ausstellung umfasst ca. 120 fotografische und poetische Werke. Im Zentrum stehen Porträts sowie die Poesie und der Surrealismus des Alltags. Loredana Nemes fokussiert sich schon lange auf soziale und politisch relevante Themen wie Identität und Persönlichkeit. Mit den Stilmitteln der Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografie, der Schärfe, Unschärfe und Abstraktion reflektieren ihre Bilder zum Teil auch Unsicherheiten, Unwissen und Ängste der Betrachter. Auftakt der Ausstellung ist die preisgekrönte Werkserie „beyond“ – eine Arbeit über die geheimnisvolle Männerwelt in türkischen, orientalischen und arabischen Cafés in Berlin.
Nemes möchte mit der Kamera zeigen, was die Realität unseren Augen nicht preisgibt. Die eindringlichen Arbeiten verweilen nie bei einer dokumentarischen Abbildung, sondern weisen über sich selbst hinaus. Wir schätzen besonders Loredana Nemes‘ Experimentierfreude, ihre Ernsthaftigkeit und die von ihr gewählten, ungewöhnlichen Perspektiven.

Loredana Nemes floh mit 14 Jahren aus ihrem Geburtsland Rumänien und lebt und arbeitet inzwischen in Berlin. Die Autodidaktin hält mehrere Lehraufträge für Fotografie, unter anderem an der Kunsthochschule Weißensee Berlin und der Zeppelin University Friedrichshafen. Ihre Fotografien wurden mehrfach ausgezeichnet – unter anderem erhielt sie für die Serie „beyond“ den Lead Award in der Kategorie Porträtfotografie und den Förderpreis des Europäischen Monats der Fotografie. Nemes Werke befinden sich in Sammlungen wie der des Folkwang Museum Essen, des Deutschen Historischen Museums Berlin und der Cleveland Clinic Art Collection.

Laufzeit 22. Juni bis 15. Oktober 2018
Präsentationsort Berlinische Galerie, Berlin
Fördersumme 10.000 Euro
Webseite loredananemes.de