Geschlechtergerechtigkeit ist auch in den Künsten noch lange nicht erreicht. Gleich ob bei der Bezahlung, bei Präsentationsmöglichkeiten oder der Vergabe von Preisen: Erfolg hängt weiterhin auch vom Geschlecht der Künstler*innen ab. Mit unserer 2022 initiierten Förderlinie re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten setzen wir dem etwas entgegen.

Ziel ist es, über das Schaffen von Öffentlichkeit sowie über individuelles Mentoring im stark von persönlichen Netzwerken geprägten Kunstsektor Impulse für strukturelle Veränderung zu setzen. Zentrum der Förderlinie bildet das Mentoring-Programm für Künstler*innen, das ab September 2026 in die dritte Runde geht.

Das Mentoring-Programm

Das Mentoring-Programm richtet sich an ambitionierte Nachwuchstalente und erfahrene Künstler*innen mit hohem Potential an entscheidenden Wendpunkten ihrer Karriere (alle Frauen sowie trans, inter und nichtbinäre Menschen). Bewerben können sich Künstler*innen aller Sparten aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit individuellem Mentoring durch profilierte Persönlichkeiten aus der Branche, Vernetzungsangeboten und Workshops unterstützen wir die teilnehmenden Künstler*innen (Mentees) dabei, einen Entwicklungssprung in ihrer Karriere anzubahnen. 

© Isabela Pacini
© Isabela Pacini

Individuelles Mentoring

Kern des Mentorings sind die persönlichen Begegnungen zwischen Mentor*in und Mentee. Gemeinsam arbeitet jedes Tandem über sieben Monate an einer individuellen künstlerischen oder strategischen Fragestellung, die auf die nächsten Karriereschritte des*der Mentee einzahlen. Expertise und Erfahrung der Mentor*innen dienen dazu, die künstlerische Position und Selbstpräsentation der Mentees zu stärken, sie mit Entscheidungsträger*innen der Branche zu vernetzen und sie auf dem Weg zu ihren selbstgesteckten Zielen kompetent zu begleiten. 

Gemeinsamer Auftakt und Abschluss

Wir verstehen re:balance als Ort der Vernetzung. Deshalb bringen wir bei der Auftakt- und Abschlussveranstaltung alle Mentor*innen und Mentees der jeweiligen Kohorte zusammen und miteinander ins Gespräch. Bei der Auftaktveranstaltung begegnen sich die Tandems zum ersten Mal. Wir starten gemeinsam ins Mentoring, blicken auf die kommenden Monate und sprechen über Erwartungen und Ziele. Beim Abschluss reflektieren wir die Lernreise der vergangenen Monate und feiern erreichte Meilensteine. So legen wir den Grundstein für ein Netzwerk, das über die Programmlaufzeit hinausträgt.  

© Isabela Pacini
© Isabela Pacini
© Rudolf Augstein Stiftung
© Rudolf Augstein Stiftung

Workshop-Wochenende für Mentees

Zur Halbzeit des Programms treffen sich die Mentees zu einem Workshop-Wochenende. Das Wochenende dient der spartenübergreifenden Vernetzung der Mentees untereinander sowie der Reflexion des bisherigen Mentorings. Ein Workshopangebot, das Kompetenzen zu übergreifenden Themen wie Finanzierung, Verhandlungsgeschick und Selbstpräsentation sowie Strategien für den Umgang mit Diskriminierungserfahrung im beruflichen Kontext vermittelt, ergänzt die individuelle Tandemarbeit. 

Das sind die Tandems der dritten Runde

Von September 2026 bis April 2027 arbeiteten diese 13 Tandems miteinander.

Klicken Sie auf die jeweiligen Namen, um mehr über die künstlerische Arbeit der Mentees zu erfahren. Die Mentor*innen verraten in starken Statements, was sie motiviert, ein Teil von re:balance zu sein.

© Ulrich Perrey

Dr. Kathrin Baumstark

Direktorin Bucerius Kunst Forum

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„ ‚Natürlich waren die Frauen wichtig – als unsere Musen. Sie waren keine Künstlerinnen.‘ Roland Penrose, 1980, Künstler, Mitglied der surrealistischen Gruppe um André Breton und Ehemann von Lee Miller. – Need I say more?“

© Sara Miller

Jule Tabea Martin

Bildende Künstlerin

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„In meiner künstlerischen Praxis gehe ich der Frage nach, wie ein menschlicher Körper in der Arbeit präsent sein kann, ohne dabei explizit gezeigt zu werden. Dabei verwende ich Objekte, die als Stellvertreter des Körpers fungieren, etwa künstliche Fingernägel und Echthaar-Extensions. Mit diesen Materialien untersuche ich, wie gesellschaftlich normierte Körperbilder und ihre fragilen, stereotypen Geschlechterkonstruktionen materiell dekonstruiert und in ornamentale Formen übersetzt werden können.“

juletabeamartin.com

© Dorothea Tuch

Ricardo Carmona

Künstlerischer Leiter Tanz im August

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„In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, wie wichtig Räume sind, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und ernst genommen werden. Mentoring bedeutet für mich, Erfahrungen zu teilen, aber genauso zuzuhören und voneinander zu lernen. Wenn wir nachhaltige Veränderungen im Kunstfeld erreichen wollen, brauchen wir Strukturen, die Vielfalt nicht nur sichtbar machen, sondern aktiv ermöglichen. re:balance ist für mich ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

© Tanja Hall

Monique Smith-McDowell

Performerin, Choreografin

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„Meine künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von Choreografie, Tanz, Musik und den Aesthetics of Access. Ich entwickle choreografische Sprachen, die marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt stellen, dominante Narrative hinterfragen und neue Vorstellungen von Inklusion eröffnen. Durch immersive, emotional aufgeladene Arbeiten untersuche ich gesellschaftspolitische Realitäten und schaffe theatrale Welten, die zum Nachdenken, zur Begegnung und zu neuen Tanzerfahrungen einladen.“

smith-mcdowell.com

Portrait von Yilmaz Dziewior
© Falko Alexander

Dr. Yilmaz Dziewior

Direktor Museum Ludwig

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„Geschlechtergerechtigkeit ist nie ein abgeschlossener Prozess, sondern verlangt ein permanentes Lernen. Dass dieses Thema auch cis Männer betrifft, wird nicht allein durch meine eigene Teilnahme als Mentor in diesem Programm evident. Ich freue mich, durch meine Expertise im Kunstsystem mit dazu beitragen zu dürfen, unser Feld diverser und diskriminierungskritischer zu gestalten. Ich bin sicher, dass ich am Ende ebenso davon profitieren werde, wie die Person, deren Mentor ich sein darf.“

© Altay Tuz

Eda Aslan

Visual Artist, Bildende Künstlerin

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„In meiner künstlerischen Praxis spüre ich der Zirkulation von Objekten, Geschichten und Räumen zwischen verschiedenen Geografien sowie ihren diasporischen Zuständen nach. Durch ortsspezifische Installationen, Fundstücke und archivarische Materialien untersuche ich ihre Verbindung zum Gedächtnis und suche nach den räumlichen Spuren übersehener, unregistrierter oder verlorener Erzählungen innerhalb der kollektiven Geschichte.“

Katja Lucker
© Camille Blake

Katja Lucker

Geschäftsführerin Initiative Musik

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„Expertise und Wissen zu teilen, voneinander zu lernen und Frauen in der Musik zu stärken sind mir schon immer eine Herzensangelegenheit gewesen! Zusammen sind wir einfach besser, stärker und resilienter.“

© Gerhard Kühne

Joannie Labelle

Perkussionistin, Sängerin, Songschreiberin

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„Im Zentrum meiner künstlerischen Arbeit steht Rhythmus als universelle Sprache, die Menschen, Kulturen und Emotionen verbindet. Aus Percussion, Stimme und elektronischen Klangwelten entstehen musikalische Räume zwischen Improvisation, Groove und atmosphärischen Klangfarben. Meine Musik bewegt sich zwischen Global Music, Jazz, Pop und zeitgenössischen Sounds – auf der Suche nach einer authentischen Klangsprache, die berührt und verbindet.“

joannielabelle.com

© Christian Knörr

Constanza Macras

Choreografin

© Florian Krauss

Dasniya Sommer

Performerin und Dramaturgin

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„Im hybriden Zusammenspiel von klassischem Tanz, Body-Art und Materialrecherche untersucht meine Arbeit transgressive Darstellungen von Körpern. Mich interessieren klassische Trainingssysteme wie Ballett oder Shibari, um sie als tanzende Performerin aufzubrechen, zu vermitteln und sie spielerisch in kollaborative, undogmatische Bildsprachen zu überführen. Re:balance möchte ich nutzen, um die verschiedenen Stränge meiner Praxis in ein nachhaltiges Training für Ü40 Performende zu konzentrieren und um meine dramaturgisch beratende Tätigkeit auszubauen.“

dasniyasommer.de

Anta Recke

Regisseurin und Künstlerin

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© Sebi Hohmann

Chiny Udeani

Künstler*in und Gestalter*in

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„Meine Praxis bewegt sich zwischen bildender und angewandter Kunst, zwischen Theorie und Praxis. Ich arbeite in wechselnden Medien mit Text und Bild, Körpern und Stimmen. Dabei möchte ich Momente der Begegnung schaffen, sei es mit Leser*innen, Zuhörer*innen oder Kollaborateur*innen. Diese Momente erforsche ich in publizierenden, performativen und partizipativen Settings. Wiederkehrende Themen meiner Arbeit sind Fragen der Kollektivität, Diskriminierungs- und Technologiekritik.“

chiny-udeani.net

© Sasha Ilushina

Isabelle Redfern

Schauspielerin, Regisseurin

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„Ich wünsche mir mehr Diversität, mehr Frauen in Machtpositionen, mehr Gemeinschaft, mehr spartenübergreifendes Arbeiten und mehr konstruktive Auseinandersetzungen. Daher freue ich mich auf diese Begegnung.“

www.isabelleredfern.com

© Felix Grünschloss

Thea Hoffmann-Axthelm

Bühnen- und Kostümbildnerin und Szenografin

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„Ich verstehe Szenografie als Einladung zum Handeln. Meine Räume schaffen Situationen, die Menschen zum Spielen einladen, Begegnungen ermöglichen und in der sie ihre Rollen und Beziehungen in der Welt neu verhandeln können – im Theater ebenso wie im öffentlichen Raum. Und spielen dadurch selbst mit. Mich interessiert dabei nicht nur, was auf der Bühne erzählt wird, sondern auch, wie, von wem, für wen und unter welchen Bedingungen Theater produziert wird. Die Form der Zusammenarbeit und die Repräsentation von Menschen auf, vor und hinter der Bühne sehe ich dabei Teil der künstlerischen Aussage und Ästhetik. Deshalb verbinde ich meine künstlerische Arbeit mit kulturpolitischem Engagement und Forschung für hierarchiearme, solidarische Arbeitsweisen und damit eine zeitgemäße Theaterpraxis.“

theahoffmannaxthelm.com

Portrait von Frauke Roth
© Nora Scholz

Frauke Roth

Intendantin Dresdner Philharmonie

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„Als Mentorin möchte ich meine Erfahrungen als Intendantin der Dresdner Philharmonie am Kulturpalast mit der Gesamtverantwortung für alle künstlerischen, personellen und wirtschaftlichen Vorgänge weitergeben, beim Austausch, der Fokussierung und beim Erkennen von Potenzialen unterstützen sowie praxisnahe Einblicke zur nachhaltigen und zeitgemäßen Profilierung eines Konzertsaals mit Orchester geben. Gleichzeitig lerne ich von jungen Perspektiven und bin Teil einer unterstützenden Gemeinschaft von Mentor:innen und Mentees. Ich bin überzeugt, dass wir in herausfordernden Zeiten auf moderne Weise für die Bedeutung von Kunst und Musik für unsere Gesellschaft die Stimme erheben müssen: we’ve got to tell our stories better!“

© Kaupo Kikkas

Juliane Bruckmann

Kontrabassistin und Moderatorin

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„Musik zu machen heißt für mich zu kommunizieren – auf der Bühne und mit dem Publikum. Ich möchte Räume schaffen, in denen Menschen zusammenkommen, Nähe und Energie entstehen und wir im Hier und Jetzt gemeinsam erleben.“

julianebruckmann.de

Portrait Anna Skryleva
© Thomas Leiding

Anna Skryleva

Dirigentin, Komponistin, Pianistin

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„Als Teenager hatte ich keine weiblichen Vorbilder im Dirigieren und glaubte selbst nicht daran, dass Frauen dirigieren können. Erst durch die Begegnung mit einer Frau, die mich förderte und ermutigte, änderte sich das. Heute möchte ich meine Erfahrungen weitergeben und Künstlerinnen ermutigen, ihre Träume zu verwirklichen.“

annaskryleva.com

© Alexandra Münch

Lea Ray

Dirigentin

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„Musik bedeutet für mich in erster Linie zwischenmenschliche Kommunikation. Als Dirigentin finde ich neben einer intensiven und detaillierten Auseinandersetzung mit der Partitur die Arbeit mit allen Instrumentengruppen sowie Sänger*innen enorm bereichernd. Dabei fühle ich mich gleichermaßen im sinfonischen Repertoire sowie im Musiktheater zu Hause. Insbesondere schätze ich das Schaffen neuer (imaginärer) Räume durch das Zusammentreffen verschiedener künstlerischer Disziplinen im Musiktheater.“

lea-ray.com

© Rahel Pasztor

Sibylle Springer

Künstlerin

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„Es ist schön, Unterstützung geben zu können, die ich vormals selbst erhalten habe. Der Kunstmarkt ist oft unübersichtlich und schwierig zu durchschauen – es tauchen viele Fragen auf. Eine Gesprächspartnerin zu sein, die den Gedanken der nachwachsenden Generation offen begegnet und mit der ich mich austauschen kann, ist eine wunderbare Möglichkeit, etwas zu einer paritätischen Kunstlandschaft beizutragen.“

sibyllespringer.com

© Viviane Morais

Katharina Büttgen

Künstlerin

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„In meiner Arbeit untersuche ich, wie politische Repression, Gewalt und Migration persönliche Biografien und kollektive Erinnerungen prägen. Mich interessiert, wie sich diese Erfahrungen in Bild und Material einschreiben können. Mit Textil und Fotografie verbinde ich dokumentarische Spuren mit traditionellen Techniken und hinterfrage das Verhältnis von individuellem und kollektivem Gedächtnis.“

katharinabuettgen.com

Portrait von Jochen Strauch
© Peter Hönnemann

Jochen Strauch

Theaterregisseur, Executive Master in Arts Administration

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„Als homosexueller Cis-Male der Generation X ist mir weder Marginalisierungs- noch Diskriminierungserleben fremd. Theater ist ein Team-Kunstwerk — was im Widerspruch zu jeglicher exkludierender, segmentierender Haltung steht. In Verbundenheit entsteht unsere Kraft.“

© Tommy Hetzel

Janna Pinsker

Regisseurin und Performerin

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„In meinen Arbeiten suche ich nach ungewöhnlichen Setzungen für ein junges Publikum: ein Theatersaal, der in die Pubertät kommt, eine Baugrube mitten auf der Bühne, weil das Theater nach der letzten Vorstellung abgerissen werden soll oder eine Familie aus Objekten und Menschen, die gemeinsam einen ganz gewöhnlichen Tag verbringt.

Mich interessiert ein Theater, das von Mehrdeutigkeit, Ambivalenz, Unbeholfenheit und der Möglichkeit des Scheiterns geprägt ist – und in dem Menschen eine Welt mit sprechenden, handelnden und mächtigen Objekten teilen.“

pinsker-bernhardt.de

Portrait von Anna Wagner
© Maximilian von Lachner

Anna Wagner

Intendanz und Geschäftsführung Künstler*innenhaus Mousonturm

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„Ich habe stets ein weibliches Role Model vermisst – jemanden, der mir in herausfordernden Momenten Orientierung geben konnte oder mit der ich offene Fragen ehrlich besprechen konnte. Umso mehr wünsche ich mir, als Mentorin genauso eine vertrauensvolle Begleiterin zu sein. Gleichzeitig bin ich sicher, dass auch ich aus den Begegnungen viel Inspiration mitnehmen werde.“

© Peteris Viksna

Soraya Reichl

Theatermacherin, Regisseurin, Theatervermittlerin, Performerin, Kuratorin

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„Meine Arbeiten bewegen sich zwischen Theater, Performance, Installation, Audiowalk und Intervention im öffentlichen Raum. Ich entwickle kollektiv und interdisziplinär Projekte, die dominante lineare Erzählungen verschieben und Räume eröffnen, in denen Wahrnehmung ins Wanken gerät. Mich interessieren Zonen jenseits moralischer Gewissheiten – dort, wo Lust und Verführung mit Terror und Gefahr flirten und Humor auf Abgründigkeit trifft. Es sind Räume, in denen Widersprüche ausgehalten, einfache Antworten verweigert werden und wir eingeladen sind, gemeinsam mit der Welt zu ringen.“

Portrait von Franciska Zólyom
© Cihan Çakmak

Franciska Zólyom

Direktorin Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

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„Der Mut von Frauen, die sich weltweit für ihre Rechte einsetzen, beeindruckt mich sehr. Ich beteiligte mich an der re:balance-Initiative, weil sie junge Künstler*innen in ihrer Arbeit bestärkt und ihren Ideen Sichtbarkeit verleiht.“

© Peter Zeitner

Sophie Constanze Polheim

Bildende Künstlerin

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„In meiner künstlerischen Praxis erforsche ich Prozesse der Speicherung und Übertragung von Wissen durch materielle Strukturen. Mich interessieren dabei insbesondere feministische und ökologische Perspektiven. Ich arbeite über längere Zeiträume an installativen Werkkomplexen, die ihren Ausgangspunkt in umfangreichen Recherchen haben. Aktuell beschäftige ich mich mit dem Textilen als Informationsspeicher und Archiv und der Rolle von Leerstellen in diesem Zusammenhang. “

sophieconstanzepolheim.com