Die Rudolf Augstein Stiftung ist eine gemeinnützige und unabhängige Stiftung bürgerlichen Rechts. Wir erinnern an einen der bedeutendsten deutschen Journalisten des 20. Jahrhunderts. Mit unserer Stiftungstätigkeit tragen wir die Themen in die Zukunft, die den Vordenker Rudolf Augstein bewegten.
Das tun wir, indem wir kritischen und unabhängigen Journalismus stärken, die Start- und Entwicklungschancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher verbessern und künstlerische Experimente ermöglichen.

Unabhängige Medien benötigen für Aufbau und Wachstum geeignete Finanzierungsstrukturen, zugleich fehlt es bislang an belastbaren Erkenntnissen darüber, welche Kapitalformen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu ihrer langfristigen Tragfähigkeit beitragen können. Der neue Report „Capital Stacks of Journalism“ untersucht vor diesem Hintergrund die Finanzierungswege von 21 unabhängigen Medien in Europa und analysiert das Zusammenspiel von Förderung, Investitionen, Krediten, Crowdfunding und Einnahmen aus der eigenen Leserschaft.
Die untersuchten Fälle zeigen sehr unterschiedliche Wege zu finanzieller Tragfähigkeit: Einige Medien starteten mit kaum Kapital, andere mit mehreren Millionen Euro. Dabei kommt es nicht allein auf die Höhe der Finanzierung an, sondern auch darauf, welche Form von Kapital in welcher Entwicklungsphase und unter welchen Bedingungen zur Verfügung steht. Philanthropische Förderung übernahm in mehreren Fällen eine wichtige Funktion, etwa als Gründungskapital oder bei der Finanzierung von Technologie, Produktentwicklung und Strukturen für eigene Erlösmodelle. Wir freuen uns, „Capital Stacks of Journalism“ zu unterstützen und sind gespannt, welche Impulse der Report für die Weiterentwicklung nachhaltiger Finanzierungsmodelle im Journalismus geben wird.

Hamburger Woche der Pressefreiheit
Wie entstehen verlässliche Nachrichten und was braucht es, damit Menschen sich in einer immer komplexeren Informationswelt orientieren können? Diesen Fragen widmet sich die Hamburger Woche der Pressefreiheit vom 11. bis 17. Oktober. Im Rahmen der Aktionswoche eröffnet am 13. Oktober die von uns geförderte Sonderausstellung „Nachrichten – News“ im Museum der Arbeit. Sie blickt hinter die Kulissen von Agenturen, Redaktionen und Korrespondentinnen und zeigt, wie Nachrichten entstehen, verbreitet und wahrgenommen werden. Wir freuen uns, Teil der Hamburger Woche der Pressefreiheit zu sein und gemeinsam die Bedeutung von unabhängigem Journalismus für unsere demokratische Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Die von der Körber-Stiftung und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS initiierte Aktionswoche bringt mehr als 50 Partner*innen zusammen.
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