Soziales
Perspektiven schaffen
Unser Ziel ist es, die Lebensperspektiven benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu verbessern. Durch unsere Förderung möchten wir dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche ihre individuellen Potenziale ausschöpfen können – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozioökonomischen Voraussetzungen.Wir fördern gemeinnützige Initiativen, primär in Deutschland, die den Lebensmut benachteiligter Kinder und Jugendlicher stärken sowie zur Selbsthilfe befähigen.
Schwerpunktmäßig unterstützen wir Projekte, die beim erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf begleiten, oder die in herausfordernden Umfeldern Integrationsarbeit leisten.
Besonders interessieren uns Vorhaben an der Schnittstelle dieser beiden Förderfelder. Aktuell bauen wir zudem unser Engagement in Ostdeutschland aus. Wir unterstützen insbesondere Initiativen, die nachhaltige Strukturen aufbauen und die Kinder und Jugendliche längerfristig und individuell begleiten. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass die Projekte partizipativ entwickelt werden. Durch unser Engagement in gepoolten Themenfonds setzen wir über unsere Regelförderung hinaus Akzente.
Übergang Schule-Beruf
Mehr als 60.000 Schüler*innen in Deutschland verlassen die Schule ohne Abschluss. Tendenz steigend. Dabei legt der Schulabschluss den Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben: Er ist die Eintrittskarte in die Ausbildung und erhöht langfristig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zusätzlich bleiben mehr als 30.000 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz trotz rund 70.000 unbesetzter Stellen. Mit unserer Förderung setzen wir deshalb an diesem entscheidenden Übergang an. Wir unterstützen Modellvorhaben für benachteiligte Jugendliche, die das Erreichen des Schulabschlusses und der direkte Weg in die Ausbildung vor Herausforderungen stellt. Ziel ist es, die Jugendlichen an diesem Wendepunkt nachhaltig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung zu stärken und in einen sicheren Übergang zu begleiten.


Integration
Junge Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung stehen vor besonderen Herausforderungen. Sei es beim Ankommen in Deutschland oder der Gestaltung ihres weiteren Lebenswegs. Die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens werden flankiert von Diskriminierungserfahrungen, (familiären) Fluchttraumata oder sprachlichen Hürden. Kommen sie unbegleitet nach Deutschland oder wachsen in einem sozioökonomisch herausfordernden Umfeld auf, verstärken sich diese. Um junge Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung bei der Entfaltung ihrer Potenziale zu unterstützen, fördern wir modellhafte Vorhaben, die Ankommen und Teilhabe ermöglichen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf Projekten, die unterschiedliche Bedarfe wie Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, Lern- und Sprachförderung sowie Berufsorientierung aus einer Hand bedienen. Zudem ist uns eine längerfristige und individuelle Begleitung der Jugendlichen wichtig.
Hinweise zur Antragstellung
Für die Projektförderung im sozialen Bereich gibt es keine Einreichfristen. Sie können Ihren Antrag jederzeit einreichen. Hier erfahren Sie, welche Unterlagen wir benötigen.
Bitte vereinbaren Sie vor der Antragstellung einen kurzen telefonischen Beratungstermin, um die Förderfähigkeit Ihres Vorhabens zu besprechen (Beratungszeiten: Di/Mi 14:00-16:00 Uhr / Do 10:00-12:00 Uhr). Ihre Ansprechperson finden Sie hier.
Ob Ihr Projekt gefördert wird, erfahren Sie in der Regel spätestens zwölf Wochen nach Antragstellung. Wir informieren alle Antragsteller*innen schriftlich über die Förderentscheidung.

Förderkriterien
Die eingegangenen Anträge werden nach folgenden Kriterien beurteilt:
- Passung mit unseren Schwerpunktthemen „Übergang Schule-Beruf“ und „Integration“
- Bedeutung der Initiative für das Kindeswohl
- Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des Ansatzes
- Modellcharakter des Projekts
- Potenzial, strukturelle Veränderungen zu befördern
- Längerfristige Begleitung der Kinder und Jugendlichen
- Expertise und Erfahrung der Antragstellenden und Beteiligten in ihrem Handlungsfeld
- Einbindung der Betroffenen in Entscheidungsprozesse
- Gendergerechtigkeit bzw. Empowerment von Mädchen und jungen Frauen
Was wir nicht fördern
- Nicht gemeinnützige Akteure (hierunter fallen auch Einzelschicksale von Individuen und Familien)
- Projekte oder Institutionen, deren direkte Zielgruppe nicht benachteiligte Kinder und Jugendliche sind.
- Projekte, die nicht nachhaltig (ohne Anschlussperspektive) oder übertragbar (Einzelfall, kein Transfer möglich) sind. Darunter fallen z. B.: Bau- und Sanierungsvorhaben, Vorhaben, die ausschließlich auf die Anschaffung von Gegenständen abzielen, Erstellung und Verbreitung von Lernmaterialien und Büchern, Projektwochen, Ferienprojekte, Reisen und Ausflüge
- Projekte der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Diese unterstützen wir gebündelt über unser Engagement im Fonds „Hamburger Spielräume“.
- Projekte der kulturellen Bildung. Diese unterstützen wir gebündelt über unser Engagement in der Freiräume!-Initiative.
- Studien und Publikationen
- Bitte beachten Sie, dass wir für Projekte im Ausland keine Förderanträge entgegennehmen. Bei Engagements im Ausland gehen wir aktiv auf potenzielle Förderpartner*innen zu.
Ausgewählte Förderungen

© Margit Wild Zeig, was du kannst!
Mit Zeig, was du kannst! begleitet das Bildungswerk der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf. Im Mittelpunkt stehen ihre individuellen Stärken, eine langfristige Begleitung und praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt.
Zum Projekt
© Jürgen Klack Ausbildung statt Abschiebung e. V.
Hilfe zur Selbsthilfe: Der Bonner Verein AsA unterstützt junge Geflüchtete mit unsicherem Aufenthaltsstatus dabei, eine berufliche und aufenthaltsrechtlich gesicherte Perspektive in Deutschland aufzubauen.
Zum Projekt
© MUT Academy MUT Academy
Mutig in die Zukunft starten: Die MUT Academy begleitet Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung und erarbeitet mit den Teilnehmenden individuell passende Perspektiven für das bevorstehende Berufsleben.
Zum Projekt
© Miguel Loehmann Jugendstil*
Mit Jugendstil erhalten junge migrantische Menschen in Ostdeutschland die Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen und gesellschaftliches Engagement mitzugestalten. Der partizipative Ideenfonds verbindet Förderung, Beratung und Vernetzung und überträgt Förderentscheidungen an eine Jugendjury aus der Community.
Zum Projekt
© GrowHub GrowHub
Mit dem GrowHub schafft das Treibhaus Döbeln einen Ort, an dem Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung persönliche und berufliche Perspektiven entwickeln können. Das Modellvorhaben verbindet Beratung, praktische Qualifizierung und Zugänge zum Arbeitsmarkt zu einem ganzheitlichen Angebot.
Zum Projekt
© Michael Taterka Fonds Hamburger Spielräume
Benachteiligte Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise. Der Fonds Hamburger Spielräume unterstützt Initiativen, die den Betroffenen in Ferienzeiten und darüber hinaus sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.
Zum Projekt
© ZIF - Zentrale Informationsstelle autonomer Frauenhäuser Förderfonds für Frauenhäuser
Der Förderfonds für Frauenhäuser „Zugang für alle“ unterstützt Autonome Frauenhäuser schnell und unbürokratisch, um gewaltbetroffenen Frauen und Kindern mit prekärem Aufenthaltsstatus zur Seite zu stehen.
Zum Projekt
© Karen Derksen FREIRÄUME!-Initiative
Seit 2016 fördert FREIRÄUME! schnell und unbürokratisch kulturelle Projekte mit Geflüchteten in Hamburg. Jetzt wird die Nachhaltigkeit der Strukturen gesichert.
Zum Projekt
© Kinderschmerzzentrum Datteln Abgeschlossen
Deutsches Kinderschmerzzentrum
Das Deutsche Kinderschmerzzentrum setzt Standards in der Therapierung von chronisch schmerzkranken Kindern und gibt ihnen eine neue Perspektive.
Zum Projekt








