Kunst

Außergewöhnliches ermöglichen

© Wonge Bergmann

Experimentierfreude und Wagemut leiten unsere Arbeit im künstlerischen Bereich. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf Vorhaben, die Grenzen überschreiten.
Das meint einerseits Projekte, die Grenzen zwischen einzelnen künstlerischen Gattungen oder zwischen der Kunst und anderen Disziplinen überwinden. Andererseits unterstützen wir auch Initiativen, die künstlerische Akteur*innen vernetzen und in Austausch bringen oder das Verhältnis von Publikum und Kunst neu befragen.

Künftig bündeln wir dieses Engagement in drei Schwerpunktfeldern, über die Sie hier mehr erfahren.
Mit der Fleetstreet Residenz unterstützen wir zudem gezielt ein Förderprogramm für Recherchevorhaben von Künstler*innen-Gruppen. Darüber hinaus fördern wir künstlerische Großprojekte mit internationaler Strahlkraft. In der Kunstförderung gehen wir aktiv auf potenzielle Förderpartner*innen zu und nehmen keine Anträge entgegen.

Neuausrichtung unserer Kunstförderung

Seit jeher interessieren uns spartenübergreifende und interdisziplinäre Projekte, die aktuelle gesellschaftliche Debatten künstlerisch reflektieren. In den vergangenen Jahren haben wir ein stetig zunehmendes Antragsvolumen verzeichnet. Im letzten Open Call erreichten uns über 500 Anträge. Dadurch sank unsere Förderquote 2024 unter acht Prozent. Die Anzahl der qualitätsvollen Einreichungen und die der geförderten Vorhaben standen in keinem guten Verhältnis mehr zueinander. Nach 20 Jahren offener Projektförderung und rund 880 unterstützten Vorhaben richten wir unsere Kunstförderung deshalb neu aus.

Künftig konzentrieren wir unser Engagement in drei Schwerpunktfeldern, die aus unserer bisherigen Förderpraxis gewachsen sind. Ziel aller drei Schwerpunktfelder ist es, die Transformation zu einem zukunftsfähigen Kunst- und Kultursektor mitzugestalten. Dazu setzen wir vor allem auf Kompetenzaufbau von Künstler*innen sowie auf die Vernetzung von und Wissenstransfer zwischen relevanten Akteur*innen. Wenn Sie in unseren Schwerpunktfeldern aktiv sind und sich für einen Austausch interessieren, erreichen Sie uns per E-Mail oder telefonisch. Ihre Ansprechperson finden Sie hier.

Unsere Schwerpunktfelder:

 

1. Kunst und Journalismus im Dialog

Als eine der wenigen Stiftungen, die sowohl Kunst als auch Journalismus fördern, erschließen wir das Innovationspotenzial an der Schnittstelle beider Disziplinen. Zunächst legen wir den Fokus auf Theater als Ort für neue künstlerische Erzählweisen und gesellschaftliche Debatten. Hier mehr erfahren.

 

2. re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten

Wir verstetigen unsere 2022 ins Leben gerufene Förderlinie re:balance. Denn Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten ist weiterhin nicht erreicht. Neben unserem Mentoring-Programm für Künstler*innen setzen wir künftig mit weiteren Aktivitäten Impulse für eine geschlechtergerechte Kunstwelt. Hier mehr erfahren.

 

3. Zukunft der Klassik

Mit dem Ensemble Resonanz und der Initiative TONALi unterstützen wir bereits viele Jahre innovative Konzertformate. Auch künftig möchten wir dazu beitragen, interdisziplinäre Formate in die Klassik zu bringen, die neue Zugänge zur klassischen Musik ermöglichen. Hier mehr erfahren.

© Andreas Beck
© Andreas Beck

Kunst und Journalismus im Dialog

In einer Zeit, in der sowohl die Kunst als auch der Journalismus vor großen Herausforderungen stehen, nehmen wir neue Wege für kreatives und investigatives Erzählen in den Blick, die emotionale Tiefe und analytische Schärfe vereinen. Zum Auftakt initiieren wir gemeinsam mit dem Schauspiel Köln und der Rechercheplattform Correctiv ein Laboratorium für Theater und Journalismus. Ziel des Vorhabens ist es, die Bühne als Ort gesellschaftlicher Debatten zu stärken und journalistische Recherchen emotional erfahrbar zu machen.

re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten

Geschlechtergerechtigkeit ist auch in den Künsten noch nicht erreicht. Gleich ob bei der Bezahlung, bei Präsentationsmöglichkeiten oder der Vergabe von Preisen: Erfolg in den Künsten hängt weiterhin auch vom Geschlecht ab. Um dem etwas entgegenzusetzen, haben wir 2022 die Förderlinie re:balance – Geschlechtergerechtigkeit in den Künsten gelauncht. In unserem Mentoring-Programm haben seither 30 erfahrene Kulturschaffende ebenso viele Künstler*innen, die am Beginn oder an einem Wendepunkt ihrer Karriere stehen, bei den nächsten Karriereschritten begleitet. Perspektivisch werden wir das Mentoring-Programm verstetigen und um weitere operative Aktivitäten ergänzen. Neuigkeiten rund um re:balance kommunizieren wir auf der Programmseite.

re:balance Auftakt 2024 © Isabela Pacini
© TONALi  / Amelie Sophie Heinrich
© TONALi / Amelie Sophie Heinrich

Zukunft der Klassik

Wir gestalten die Zukunft der Klassik mit. Deshalb arbeiten wir mit Pionier*innen der Szene, die Klassik neu denken. Der Fokus liegt dabei auf innovativen Formaten, die Zielgruppen jenseits des klassischen Konzert- oder Opernpublikums erschließen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, angehende Musiker*innen dazu zu befähigen, ebensolche Formate zu entwickeln und sich bereits während des Studiums interdisziplinär zu vernetzen. Hierzu kooperieren wir mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Fleetstreet Residenz

Fristen und Hinweise zur Bewerbung

Die Bewerbung auf eine Residenz ist einmal pro Jahr möglich. Die jüngste Bewerbungsfrist endete im September 2025. Den nächsten Termin geben wir frühzeitig an dieser Stelle sowie in unserem Newsletter bekannt.

Bitte bewerben Sie sich direkt beim Fleetstreet Theater. Dort finden Sie auch alle Informationen zur Bewerbung.

Fleetstreet

Ausgewählte Förderungen