Der erste Mentoring-Jahrgang

In der Pilotrunde arbeiteten diese 18 Tandems miteinander.

Bei Klick auf den Namen erfahren Sie mehr über die künstlerische Arbeit der Mentees. Die Mentor*innen verraten, was sie motiviert, ein Teil von re:balance zu sein.

© Kerstin Schomburg

Sonja Anders

Intendantin des Schauspiel Hannover

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„Von Geschlechtergerechtigkeit sind auch die Theater in Deutschland noch weit entfernt. Nur rund ein Viertel der Intendanz-Positionen ist weiblich besetzt. In den Ensembles finden sich nach wie vor mehr Männer als Frauen, von non-binären Personen ganz abgesehen. Und auch der Gender Pay Gap ist noch nicht behoben. Es gibt noch viel zu tun – und in erster Linie hilft hier Empowerment!“

staatstheater-hannover.de

Pina Bergemann

Regisseurin, Theatermacherin und Schauspielerin

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„In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der Reflexion gesellschaftlicher Erwartungen an weiblich gelesene Körper, Care Arbeit und dem Sichtbarmachen unsichtbarer Arbeit. Gemeinsam mit der Autorin Anna Gschnitzer erforsche ich in meinem Stück „Leaving Carthago“ die Herausforderungen, mit denen Frauen mit Kindern konfrontiert sind. Humorvoll thematisieren wir Fragen über Freiheit, Fürsorge und Heldinnentum. Ich interessiere mich außerdem für kollektive Probenprozesse, in denen alle Beteiligten mit einbezogen und Entscheidungen transparent gemacht werden. Als Teil des Vorstandes des Vereins Bühnenmütter e.V. setze ich mich für familienfreundliche Strukturen am deutschen Stadttheater ein.“

pinabergemann.de

theaterhaus-jena.de/leaving-carthago

© Kerstin Schomburg

Nicola Bramkamp

Artistic Director SAVE THE WORLD e.V. & Founder BURNING ISSUES

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„Als Initiatorin von ‚BURNING ISSUES – Performing Arts & Equity‘ setze ich mich seit 2018 für mehr Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in der Kulturbranche ein. Ich unterstütze re:balance, weil ich daran glaube, dass gezielte Förderung und mehr Sichtbarkeit von Künstler*innen wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer gerechteren und vielfältigeren Kulturszene sind. Da ich sehr früh eine Leitungsposition im Theater inne hatte und häufig die einzige Frau im Raum war, weiß ich, wie schwierig es es sein kann, sich zu behaupten. Gerne gebe ich meine Tipps & Tricks weiter, freue mich auf das gegenseitige voneinander Lernen und stelle mein Netzwerk zur Verfügung. #strongertogether“

savetheworld.de

burning-issues.de

© Jette Oberländer

Mia Oberländer

Comickünstlerin, Illustratorin

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„In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit verschiedenen Aspekten der Grafischen Erzählung. Vor zwei Jahren erschien mein Graphic Novel Debüt «Anna» (Edition Moderne), mittlerweile wurde es in mehrere Sprachen übersetzt. Außerdem illustriere ich für Zeitungen und Magazine oder verfasse kürzere Auftragscomics z.B für LE MONDE diplomatique oder den Carlsen Verlag. Mich interessiert das gleichberechtigte Zusammenspiel von Text und Bild und die Spannung, die erzeugt wird, wenn ich das eine sage, aber das andere zeichne. Ich arbeite dabei nicht nur auf Papier, sondern auch im dreidimensionalen Raum – an Installationen und Bühnenbildern. Seit 2021 unterrichte ich gelegentlich.“

editionmoderne.ch/autorin/mia-oberlaender

@miaoberlaender

© Julia Steinigeweg

Amelie Deuflhard

Intendantin und Geschäftsführerin von Kampnagel, Produktionshaus für darstellende Künste

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„Gender wirkt sich nach wie vor stark auf künstlerische Werdegänge aus, besonders in Überschneidung mit Erfahrungen von Klassismus, Rassismus oder Behinderung. Ich freue mich darauf, die Karriere einer jungen, künstlerisch tätigen Person über ein halbes Jahr zu begleiten, meine Expertise zu teilen und zu unterstützen, wo immer ich kann.“

kampnagel.de

© Krux

Elsa Weiland

Regisseurin und Dramaturgin

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„In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit politische Phänomenen und Problemstellungen, die multiperspektivisch bearbeitbar, erfahrbar und diskutierbar gemacht werden sollen. Mein besonderes Interesse gilt dem Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft: Der Suche der Haltungs- und Handlungsmöglichkeiten jedes Menschen in der gesellschaftspolitischen Realität. Neben der Beschäftigung mit transmedialen Arbeiten gilt mein Interesse formatübergreifenden Arbeitsweisen, sodass an einer einmal gefundenen künstlerischen Kernidee nachhaltiger durch die Transformation und Weiterentwicklung in einem anderen Medium und Format weitergearbeitet werden kann.“

krux-kollektiv.de

© Paula Reissig

Clara Ehrenwerth

Autorin und Spieleentwicklerin, Geschäftsführerin des Game-Theater-Kollektivs machina eX

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„Solidarität und Austausch sind die wichtigsten (und schönsten) Waffen im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Ignoranz. Deswegen freue ich mich, dass bei re:balance viele kleine, starke Bündnisse für Veränderungen in der Kulturlandschaft geschmiedet werden – und dass ich als Mentorin einen Teil dazu beitragen kann.“

machinaex.com

© Nina Brinkmann

Ivana Sokola

Autorin und Theaterschaffende

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„In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Hierarchien, Geschlechterverhältnissen, Scham und Klasse. Ich suche nach neuen, lebendigen Bühnensprachen und Wegen, gemeinsam mit anderen Künstler*innen ein neues Theater zu schaffen – jenseits von bekannten und bequemen Stoffen und Sprachen, immer mit und für ein Gegenüber. Ein Theater, um uns als Gesellschaft wieder sinnlich erfahrbar zu machen, abseits der bloßen Diskurse. Bisherige Arbeiten entstanden unter anderem am Theater Münster, Nationaltheater Mannheim, Theater und Orchester Heidelberg mit Jona Spreter, Jana Vetten, Pablo Lawall und Avi Bolotinsky.“

felix-bloch-erben.de/ivana_sokola

S. Fendt

Sibylle Fendt

Fotografin und Dozentin

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„Ich freue mich Fotograf*innen und Künstler*innen auf ihrem Weg begleiten und unterstützen zu können. Hohe Ansprüche an die eigene Arbeit ebenso wie Selbstermächtigung, Power, der Kampf gegen Ungleichbehandlung und natürlich der Blick in die Welt sind Aufgaben, die ich unterstützen möchte.“

sibyllefendt.de

Lena Ures

Fotografin

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„In meiner Arbeit bewege ich mich oft entlang der Grenzen von Dokumentarfotografie und subjektiven Narrativen. Mich interessieren Systeme von Identität, Strukturen von Macht, Zwiespalt. Die Möglichkeit, mehrere Perspektiven auszuhalten. Mein Fokus liegt dabei auf dem Porträt, und ist immer auch Kollaboration. Mit Menschen und mit einladenden Widersprüchen.“

lenaures.com

© Jeanette Bak

Eric Gauthier

Künstlerischer Leiter der Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart

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„Eigentlich ist Tanz eine Domäne der Frauen. Schließlich interessieren sich viel mehr Frauen als Männer für den Tanz, beim Publikum ebenso wie beim professionellen Nachwuchs. Knallhart umgekehrt ist es, wenn du darauf schaust, wer Kompanien leitet oder wer choreographiert. Das muss und wird sich ändern! Und ich bin fest entschlossen, meinen Teil dazu beizutragen. Umso mehr, weil es auch bei Gauthier Dance noch eine Menge zu tun gibt, bis wir echte Geschlechtergerechtigkeit erreicht haben!“

www.gauthierdance.com

© Julia Franken

Julia Riera

Choreografin, künstlerische Leitung MIRA

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„Experimentell und feinfühlig lote ich Grenzen aus – ob imaginär oder räumlich, zwischen den Genres, persönlich und zwischenmenschlich. Meine Choreografien und Performances behandeln zentrale menschliche Fragen und aktuelle gesellschaftliche Phänomene, immer im Versuch, Fassaden einzureißen. Mit MIRA erschaffe ich interdisziplinäre Projekte, die den Tanz mit Film, Architektur, Fotografie und aktuell auch mit virtuellen Realitäten verweben. Meine choreografische Praxis lässt sich am besten als kuratorisch und interaktiv beschreiben. Die Stücke entstehen immer in enger Zusammenarbeit mit den Tänzer*innen und dem künstlerischen Team aus Komponist*innen und Dramaturg*innen. Ihre Individualität, Kreativität, ihre Erfahrungen und die Vielfalt an Tanzstilen fliessen mit in den Prozess ein.“

mira-performance.de

© Dennis Zorn

Annette Hauschild

Fotografin

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„Am Anfang einer kreativen Laufbahn sind es oft nur kleine Impulse, die es braucht, um die nächsten Schritte zu gehen. Hier kann ich aufgrund meiner Erfahrungen in vielen fotografischen Schaffensprozessen Unterstützung geben und helfen, den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen.“

© Josephine Amassan

Nicole Benewaah

Fotografin

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„In meiner Arbeit nutze ich Fotografie, um mich mit den sozialen Phänomenen rund um die Repräsentation von Schwarzen Menschen, People of Color (POCs) und FLINTA-Personen auseinanderzusetzen. Durch meine künstlerische Praxis strebe ich danach, zu einer gerechteren und inklusiveren Zukunft beizutragen.“

www.nicolebenewaah.com

P. Karabulut
© Julia Sang Nguyen

Pınar Karabulut

Regisseurin

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„Junge Frauen* und queere Menschen sind wichtige Marker der gesellschaftlichen Veränderung. Als Mentorin möchte ich Allianzen schaffen und empowern, sodass wir gemeinsam die gläserne Decke durchbrechen, unter der uns das Patriarchat verortet. Wir müssen unsere Stimmen erheben und uns gegenseitig dabei unterstützen, uns zu artikulieren, um gemeinsam eine feministische Zukunft zu schaffen.“

pinarkarabulut.de

© Lena Ures

Alina Sobotta

Regisseurin und Performance Künstlerin

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„In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der Frage, wie Themenkomplexe wie Gewalt und Streben nach Utopie aus weiblicher Perspektive erzählt werden können. Dabei interessiert mich die feine Linie, die zwischen Humor und Tragik liegt. Diese Ambivalenzen liegen nicht zuletzt in meiner deutsch-polnischen Biographie begründet. Inhaltlich beschäftigen mich historische Zäsuren, gesellschaftliche Kippunkte – für die der Bühnenraum als Seismograph fungiert. Mein künstlerischer Fokus liegt darin, Kunsträume zu schaffen, als Regisseurin von Theaterstücken und als Performerin in internationalen Kollaborationen.“

N. A. Kelly
© Samia Rachel

Dr. Natasha A. Kelly

Gründungsdirektorin des ersten deutschen Instituts für Schwarze Kunst, Kultur und ihre Wissenschaften

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„Meine Handlungsfelder reichen von Wissenschaft und Forschung über Kunst und Kultur bis Politik und Aktivismus immer mit geschärftem Blick aus einer Schwarzen feministischen Perspektive – diese intersektionale und interdisziplinäre ‚Linse‘ möchte ich meiner Mentee für die Dauer des Programms verleihen.“

© Naomi Boima

Sarah Ama Duah

Modedesignerin und Künstlerin

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„Ich untersuche aus Afro-Deutscher Perspektive Räume der Diskrepanz. Insbesondere die komplexe Beziehung zwischen historischer Erzählung und ihrer Manifestation in Artefakten kultureller Erinnerung ist zentral. In meiner künstlerischen Arbeit praktiziere ich skulpturale Wertschätzung als Performance, Geste und Potenzial.“

sarah-ama-duah.com

@sarah_ama_duah

M. Lobbes
© Susanne Diesner

Marcus Lobbes

Direktor der Akademie für Theater und Digitalität

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„Ich freue mich, ein kleiner aber aktiver Teil auf dem Weg zu einer geschlechtergerechteren Kunstwelt sein zu können. Zuhören, Beraten, Verbinden und Unterstützen sind der Akademie als Aufgaben eingeschrieben – und damit auch mir sehr persönliche Anliegen.“

theater.digital

Nora Krahl

Regisseurin, Cellistin, Komponistin

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„Meine künstlerische Arbeit als Regisseurin und Komponistin konzentriert sich darauf, die Kooperation von digitalen Technologien, Musik und Musiktheater zu erkunden, um neue Erzählformen und -Perspektiven im weitesten Sinne zu schaffen: Erzählperspektiven, die so abgefahren sein können, wie die Welt um uns herum immer wieder aufblitzt. Mein besonderes Interesse gilt hier hybriden Formaten, bei denen Zuschauer*innen und Darsteller*innen gemeinsame Räume teilen. Meine Forschung liegt auf dem Ausdruck von Körper und Bewegung, insbesondere in in virtuellen Welten. Die Integration von Virtual Reality im Musiktheater stellt für mich im Moment eine zentrale Herausforderung dar. Wie kann virtuell physische Präsenz vermittelt werden – ein Körper, der nicht greifbar ist, jedoch quasi „anfassbar“ gemacht werden. Genau wie in der Musik, die keinen Objekt-Körper hat, uns aber intensiv anzugreifen vermag.“

© Jörg Koopmann

Prof. Michaela Melián

Bildende Künstlerin und Musikerin, Professorin für Zeitbezogene Medien, HFBK Hamburg

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„Aus meiner eigenen universitären Tätigkeit weiß ich, wie wichtig die Erfahrung von begleitender Unterstützung und diskursiver Offenheit ist, wenn das sichere Umfeld nach dem Verlassen einer Ausbildungsinstitution wegfällt oder auch wenn die künstlerische Entwicklung an einem Wendepunkt steht. Ich freue mich darauf, bei re:balance mitwirken zu können, geschlechtsbezogene Hürden aktiv anzugehen!“

© Denise Blickhan

Denise Blickhan

Künstlerin (Performance, Installation, Video, Sound)

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„In meiner multimedialen Arbeit MEDUSA nehme ich Bezug auf ambivalente Bilder des Weiblichen im Kontext neurotischer Blickkulturen der Sozialen Medien. Unterwerfung und Gewalt, Schönheit und Monstrosität und die Macht des Blicks werden ambig in Relation gesetzt. Mittels Performance in Kombination mit Rauminstallation, Video und Sound wird ein klaustrophobischer Ego-Kosmos von existenzieller Intensität inszeniert. Kippbilder generierend beleuchte ich die Illusionsspirale einer Optimierungskultur und die freiwillige Unterwerfung unter Bilder. Nach dem Philosophiestudium schloss ich 2022 in der Freien Kunst ab. Zuletzt stellte ich im HEK Basel und mit Bruce Nauman im Kunsthaus Erfurt aus.“

youtu.be/w-0ZDMHtHx4

@dionysiakum

Mable Preach

Regisseurin

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„Wir alle befinden uns in unterschiedlichen Bubbles. In ihnen können wir uns geschützt fühlen, so zerbrechlich diese Räume manchmal sein mögen. Aber wie wäre es, wenn wir unsere jeweiligen Bubbles aufeinandertreffen lassen und unser Wissen teilen, um uns zu einer großen kollektiven Powerblase zu verbinden? Welcome to the bubble bath – mit all unseren individuellen Erfahrungen, Gedanken und Lebensrealitäten!“

© Maik Gräf

Simoné Goldschmidt-Lechner

schreibt, übersetzt, performt, führt Regie

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„In meiner schriftstellerischen Arbeit schreibe ich v.a. für Menschen, die sonst nicht mitgedacht werden, aus einer Perspektive, die in den meisten Kontexten als anders gelesen wird. Ich interessiere mich für postmigrantische Perspektiven und Fan- und Nerdculture sowie queere Themen, seit kurzem auch für Crip Time und die Intersektion von diesen Themen mit z.B. dem Horrorgenre und Oral Storytelling. In meiner Arbeit suche ich nach Verbindungen mit anderen Künstler*innen und anderen Disziplinen, so beispielsweise mit experimenteller Musik, bildender Kunst, Visual Storytelling und digitaler Praxis. Im Rahmen von re:balance setze ich mit Mables Unterstützung konkrete Projekte für Theater und Film um.“

simoné.com

matthes-seitz-berlin.de/autor/simone-goldschmidt-lechner

messerzungen.de

© Josef Beyer

Wiebke Puls

Schauspielerin

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„Die Solidarität und Zuwendung von Frauen hat mir die größte Kraft und Zuversicht gegeben. Bei re:balance möchte ich diese positive Erfahrung weitergeben und mit inspirierenden Menschen ins Gespräch kommen.“

© Aljoscha Wuzella

Berna Çelebi

Schauspielerin

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„In meiner Arbeit im Rahmen des re:balance Programms beschäftige ich mich mit der Kreation eines intersektionalen Solo-Abends. Dieser wird eine theatrale Ode an die Wut. An Wut als gesellschaftlich vor allem an Frauen* ungeliebtes Gefühl. Und an meine Wut. Es wird ein spielerisches Abarbeiten am Patriarchat, an mir selber und daran, wie die kleinen Dinge eben doch mit den großen zusammenhängen, warum es wichtig ist, sich Wut zu erlauben und zurückzuerobern, zu zelebrieren und zum Motor für Veränderung zu machen. Es wird der Versuch, Sehgewohnheiten zu brechen und patriarchale Muster zu entlarven. Ich möchte zum miteinander Denken einladen, verärgern, irritieren und ermutigen.
Der Abend ist eine Antwort auf: „Frau Celebi, es wird aufgrund ihrer offensichtlich türkischstämmigen Aussehens sehr schwer werden, Sie zu besetzen.“ Ein Fuck-You an alle Situationen, in denen ich meinen Mund gehalten habe, um nicht kompliziert oder hysterisch zu sein und der Versuch, einmal, ein einziges Mal so selbstverständlich viel Selbstbewusstsein und Raum einzunehmen, wie so mancher cis-männlicher Kollege. Dabei wird eine Telefonzelle aus Plexiglas zum Wutraum, um sich die Seele aus dem Leib zu schreien. Ein Baseballschläger und eine handvoll Geschichten aus dem (Theater-)Alltag zu Wegbegleitern des Abends. Die Welt steht auf dem Spiel, Bademäntel werden verbrannt und das Patriarchat in Form von Obst zerschlagen – zu unser aller Wohl.“

Thole Rotermund
© Nicole Neumann Photography

Thole Rotermund

Galerist und Kunsthändler, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes deutscher Galerien und Kunsthändler

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„Eine geschlechtergerechte Kunstwelt ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Dafür müssen aber auch Männer Verantwortung übernehmen und diesen Wandel aktiv mitgestalten. Sich fördernd in Programme wie re:balance einzubringen und die eigenen Netzwerke zur Verfügung zu stellen, ist eine gute Möglichkeit.“

© Julia Milberger

Olga Golos

Bildende Künstlerin

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„Als konzeptuelle bildende Künstlerin erkunde ich die Schnittstelle zwischen gesellschaftlicher Sozialisierung und individueller Prägung. Ich untersuche, wie die Quantität eines Kollektivs und die Individualität seiner Mitglieder sich gegenseitig beeinflussen. Meine Objekte, Skulpturen und Installationen aus Materialien wie Acryl, Glas, Metall, Gips und Papier zeichnen sich durch reduzierte Formensprache und ästhetische Vielfalt aus. Die Verbindung zwischen Material und Wahrnehmung in meinen Werken ist trügerisch. Durch Innen- und Außeninstallationen thematisiere ich Übergangserfahrungen und mache die Differenz zwischen Spezifischem und Ganzem sichtbar. Farblich reichen meine Werke von zurückhaltenden, monochromen Tönen bis zu ausdrucksstarken Farben. Die äußeren Formen oszillieren zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit und werden seriell gefertigt. Durch das Zusammenfügen und Variieren ähnlicher Formen innerhalb einer Serie entsteht eine einzigartige Dynamik.“

olgagolos.com

@olga_golos_

Andrea Rothaug

Geschäftsführerin RockCity Hamburg e.V. – Zentrum für populäre Musik Hamburg + Inhaberin Institut für Berufskunst

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„Als Kulturaktivistin, systemische Coach und Mitbegründerin der Music Women* Germany ist der Support von Künstler*innen meine tägliche Motivation und Arbeit. Deshalb freue ich mich als Mentorin am re:balance Programm teilnehmen zu dürfen, um Künstler*innen mit Netzwerk & Erfahrung beruflich ein Stück nach vorn zu bringen! Qualifikation, Präsenz, Vernetzung und Empowerment sind für mich dabei elementar in der Anstrengung für eine geschlechtergerechte, diverse und zugangsgleiche Kultur.“

© Konrad Hartig

Katharina Lattke

Schlagzeugerin und Komponistin

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„In meiner Arbeit als Musikerin beschäftige ich mich am liebsten mit vielseitigen Projekten. Das Repertoire reicht dabei von moderner Kinderoper über Rossini und Schreibmaschinenklänge bis hin zu elektronischen Beats. Bereits ab dem 6. Lebensjahr bekam ich Unterricht an der Geige und wechselte mit 15 zum Drumset. Nach dem Abitur studierte ich Jazz/Pop und Improvised Music in Dresden und Oslo. Als Live- und Studio-Drummerin arbeite ich heute mit Artists wie Moritz Simon Geist, Portrait XO und Zazuka und auch als Theatermusikerin und -komponistin begleite ich bundesweit immer wieder verschiedenste Produktionen.“

katharinalattke.de

@kala.music

© Hannes Wiedemann

Tucké Royale

Regisseur, Autor, Schauspieler, Musiker und Dozent

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„Geschlechtergerechtigkeit und Zugangsgleichheit sind mir persönliche wie kollegiale Anliegen. Daher möchte ich gern als mentorierender Tandempartner einen individuellen künstlerischen Werdegang mitunterstützen.“

© Katja Feldmeier

Oska Melina Borcherding

Schauspieler, Tänzer, Filmemacher

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„In meiner Arbeit setze ich mich mit den Themen Familie, Solidarität, Verantwortung aus deutschgriechischer, queerer Perspektive auseinander. Dabei arbeite ich in unterschiedlichen Konstellationen und auf verschiedenen Positionen, sowohl in Anstellung, als auch kollektiv oder kuratierend. Dieses Jahr premierte die Mockumentary VAMPIRE(N), die ich mit meinem Kollektiv „h0chbegabt“ produzierte, an den Sophiensaelen. Sie beleuchtet die Lebensrealität zweier Vampire, die sich in dieser antivampiristischen Gesellschaft auf der Suche nach Sicherheit und Anerkennung befinden. Dabei werden momentane Diversifizierungsversuche der Filmindustrie kritisch hinterfragt. Ich studiere Choreografie am HZT Berlin.“

Frank Spilker

Songwriter, Autor, Musiker

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re:balance ist eine weitere sehr sinnvolle Anstrengung, Menschen, die aufgrund von struktureller Diskriminierung benachteiligt sind, zu ermutigen, ihre Ziele zu verwirklichen. Dabei möchte ich gerne helfen.“

frankspilker.de 

diesterne.de

© Felix Theissen

Fabienne Dür

Theaterautorin

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„In meiner Arbeit beschäftige ich mich momentan mit dem Scheitern von Kommunikation in Beziehungsgefügen, besonders in familiären Kontexten und unterschiedlichen Perspektiven auf Erlebnisse und Erinnerungen. In meinen Theatertexten treffen Figurenperspektiven aufeinander, in knappen Repliken, erzählenden Passagen und mit feinem Humor. Ich habe Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin studiert, 2020 abgeschlossen und arbeite seitdem als Theaterautorin, in kollektiven Projekten als Co-Autorin und Regisseurin und bin Dramaturgin an der Vagantenbühne Berlin.
Meine Theatertexte wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der Jugendjury der Mülheimer Theatertagen 2023.“

linktr.ee/fabienneduer

© Navaee

Steven Walter

Intendant und künstlerischer Geschäftsführer der Beethovenfeste Bonn

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„Meine Motivation, Teil von re:balance zu sein, ist ganz einfach: künstlerische Innovation braucht Diversität. Wir verpassen sehr viel, wenn immer nur Männer wie ich zu sehen und hören sind und das Sagen haben. Mit Macht kommt aber Verantwortung – und ich möchte tun, was ich tun kann, um meinen Teil zur Gestaltung eine geschlechtergerechten Kulturlandschaft beizutragen.“

beethovenfest.de

© Peter Adamik

Magdalena Klein

Dirigentin

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„In meiner Arbeit als Dirigentin interessiere ich mich neben einem weiten Spektrum an Musik ebenfalls für ein weites Spektrum an Publikum und an Konzertformaten. Ich habe eine Leidenschaft für Konzerte, die sich besonders an junges Publikum richten, oder an Menschen, die noch nicht viel Kontakt mit klassischer Musik hatten. Gerne erreiche ich diese zusätzlich zur Musik auch mit unterstützender Moderation, Konzerteinführungen o.ä. Dazu schätze ich Kollaborationen mit anderen Kunstformen – Schauspieler*innen, Live-Illustrator*innen, Licht-Designer*innen, …
Musikalisch reicht meine Bandbreite von der Klassik bis heute, mit einer besonderen Liebe für Werke, die Stimme und Orchester vereinen.“

klein-magdalena.com

@magdalenaklein_conductor