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Von Anne-Kathrin Schulz. Frei nach einer Recherche des Non-Profit-Newsrooms CORRECTIV

Die schwarze Flotte

© Birgit Hupfeld

Eine Recherche zu illegalen Handelsrouten auf dem Mittelmeer wird zum Bühnenereignis: „Die schwarze Flotte“ verbindet investigativen Journalismus und Theater.

Ein Journalist begibt sich auf eine Abenteuerreise, um die Wahrheit über illegale Handelsrouten im Mittelmeer herauszufinden. Denn hier wird eines der zynischsten wirtschaftlichen Erfolgsmodelle der Gegenwart im Verborgenen betrieben: Schrottreife Frachter transportieren Menschen, die auf der Flucht aus Kriegs- und Krisengebieten bis zu 6.000 Euro für ihren Transfer zur europäischen Küste bezahlen. Vier Journalist*innen des gemeinnützigen Recherchezentrums [CORRECTIV] haben 2014 und 2015 recherchiert, wer hinter den riesigen Frachtschiffen steckt und wohin der Profit fließt. Ausgehend von ihren Ergebnissen verfasste die Autorin Anne Kathrin-Schulz einen Text, den Kay Voges im Schauspiel Dortmund auf die Bühne brachte.

„Die schwarze Flotte“ ist eine der ersten Verbindungen von investigativem Journalismus und Stadttheater. Die Inszenierung untersucht, welche neuen Perspektiven sich durch die Verarbeitung von Fakten mit den sinnlichen Mitteln des Theaters ergeben. Damit ist sie nicht nur ein politischer Beitrag zu einem brisanten Thema, sondern versteht sich auch als Versuch, das politische Theater neu zu beleben. Wir glauben, dass die Verbindung von Kunst und Journalismus ein besonderes Potenzial freisetzt, um den gegenwärtig drängenden Fragen wirkungsvoll zu begegnen.

Aufführungen Premiere am 23. Oktober 2016. Seitdem zahlreiche Vorstellungen und Gastspiele
Aufführungsort Schauspiel Dortmund
Fördersumme 3.000 Euro
Webseite theaterdo.de/detail/event