Pressemitteilung

Hamburger Spielräume: Fonds für außerschulische Projekte für Kinder, Jugendliche und Familien in der Corona-Krise initiiert

© SüdSee e. V.
Hamburg,
16. Juni 2020

Benachteiligte Kinder und Jugendliche belastet die Corona-Krise besonders. Um Betroffenen in den Sommerferien und darüber hinaus sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten, haben wir gemeinsam mit anderen Stiftungen den Fonds „Hamburger Spielräume für Kinder, Jugendliche und Familien“ initiiert. Bewerbungen sind ab sofort möglich.

Viele Kinder und Jugendliche sind durch die notwendigen Maßnahmen des „physical distancing“ in der Coronakrise stark belastet. Vor diesem Hintergrund haben sieben Hamburger Stiftungen einen Fonds aufgelegt, der im Zuge der fortschreitenden Lockerungen der Kontaktbeschränkungen einen Beitrag dazu leisten soll, insbesondere sozial benachteiligten jungen Menschen in Hamburg Raum für das Miteinander im Kreise Gleichaltriger und positive Impulse durch freies Spiel zu bieten.

Mit zunächst 100.000 Euro sollen Einrichtungen der außerschulischen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit dabei unterstützt werden, insbesondere in den Sommer- und Herbstferien, aber auch an Nachmittagen und Wochenenden während der Schulzeit verstärkt Angebote in den Bereichen Freizeit, Bildung, Bewegung und kreatives Spiel zu machen. Damit sollen Impulse für die Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung gesetzt und die Alltagsbildung mit ihren Formaten informellen Lernens gestärkt werden. Besondere Berücksichtigung sollen Aktivitäten in der Natur finden.

Antragsberechtigt sind Einrichtungen bzw. Träger der außerschulischen Kinder und Jugendarbeit, Stadtteilkulturzentren, Bürgerhäuser, Bauspielplätze, Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit, Träger der Umweltbildung und alle gemeinnützigen Organisationen, die mit ihren Angeboten benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie Familien mit kleinen Kindern in Hamburg erreichen. Insbesondere kleinere, von bürgerschaftlichem Engagement getragene Organisationen stehen im Fokus.

Die maximale Antragshöhe beträgt 2.500 Euro. Förderbar sind Honorare, Fahrtkosten und Sachkosten für notwendiges Material oder Verpflegung. Die Aktivitäten können einmalig oder als laufendes Kursangebot konzipiert sein und müssen die aktuell geltenden Hygienevorschriften berücksichtigen. Über Anträge wird innerhalb von 10 Tagen entschieden.

Den Fonds „Hamburger Spielräume für Kinder, Jugendliche und Familien“ haben wir gemeinsam mit der BürgerStiftung Hamburg, der Ehlerding-Stiftung, der Homann-Stiftung, der Kurt und Maria Dohle Stiftung, der Klaus und Lore Rating Stiftung und einer Hamburger Familienstiftung initiiert. Weitere Stiftungen sind eingeladen, sich dem Fonds anzuschließen.

Zur Antragstellung geht’s hier.

Förderveranstaltung

VRHAM! VIRTUAL: Virtual-Reality-Kunst zu Hause erleben

© VRHAM! Festival e. V.
Hamburg,
29. Mai 2020

Das VRHAM! Festival lässt in die Welt virtueller Kunst eintauchen und lotet damit neue Ausdrucksformen zwischen Kunst und Technologie aus. Aufgrund der Corona-Pandemie lädt das Festival in diesem Jahr zu VRAHM! VIRTUAL in den digitalen Raum ein. Die Rudolf Augstein Stiftung unterstützt die Veranstaltung zum zweiten Mal. Los geht es am 4. Juni 2020.

Internationale Kunstwerke, Panels, Workshops, Museumsrundgänge und Netzwerk-Treffen: VRHAM! VIRTUAL macht das gesamte Festivalprogramm bequem von zu Hause aus erlebbar. Auch für die digitale Variante haben sich die Veranstalter*innen wieder auf die Suche nach internationalen Augmented und Virtual-Reality-Projekten gemacht, die die künstlerischen Möglichkeiten dieser Medienformen aufzeigen.

Eröffnet wird das Festival am 4. Juni um 19 Uhr. Das digitale Live-Programm dauert dann bis zum Abend des 7. Junis an – die Ausstellung im Museum of Other Realities mit der VREXIHIBITION und dem VR-Cinema können dann noch bis zum 4. August besucht werden.

VRHAM! ist weltweit das erste Festival, das die künstlerischen Möglichkeiten von Virtual Reality in den Mittelpunkt stellt. Damit nimmt die Veranstaltung eine Vorreiterrolle ein. Sie beleuchtet die junge Kunstform auf vielseitige Weise und bietet damit einen wichtigen Anlaufpunkt für Künstler*innen und Interessierte. Die Rudolf Augstein Stiftung ist als Förderin seit 2019 dabei.

Die Teilnahme an VRHAM! VIRTUAL ist kostenlos. Alle Infos zu den technischen Voraussetzungen und die Möglichkeit, sich VR-Brillen für die Festivaldauer zu leihen, gibt es hier.

Mitteilung

Hamburger Hilfsfonds unterstützt über 160 freie Künstler*innen

© Kal Visuals on Unsplash
Hamburg,
30. April 2020

In der ersten Antragsrunde des Hilfsfonds „Kunst kennt keinen Shutdown“ werden 162 Künstler*innen der freien Szene Hamburgs gefördert. Der Fonds wurde Ende März unter Beteiligung der Rudolf Augstein Stiftung aufgesetzt, um freie Künstler*innen in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch zu unterstützen.

Mit dem Fonds „Kunst kennt keinen Shutdown“ ermöglicht die Hamburgische Kulturstiftung freien Künstler*innen in Hamburg die Fortsetzung ihrer Arbeit während der Corona-Pandemie. Im Rahmen der ersten Förderrunde werden mit rund 380.000 Euro 162 Vorhaben freischaffender Künstler*innen gefördert: Die Projekte stammen aus allen künstlerischen Sparten und reichen von Bildender und Darstellender Kunst über Musik und Literatur bis zu Kinder- und Jugendkultur und Kulturvermittlung.

Auch in der Umsetzung zeigt sich der Ideenreichtum der Künstler*innen: Die Bandbreite der Formate erstreckt sich von virtuellen Ausstellungen, Podcasts, Streaming, Online-Unterricht und Austauschplattformen über analoge Formen wie Hofkonzerte, künstlerische Recherchen und Kunstwerke im öffentlichen Raum bis hin zu Romanen und Künstlerbüchern.

Die Künstler*innen konnten sich um eine Förderung von bis zu 2.500 Euro bewerben. Insgesamt waren 618 Anträge für den Hilfsfonds eingegangen, der mit seiner Ausrichtung auf künstlerisches Schaffen eine wichtige Ergänzung zu den Soforthilfemaßnahmen des Bundes und der Stadt Hamburg darstellt.

„618 Anträge sind 618 persönliche Geschichten, die allesamt deutlich machen: Viele freischaffende Künstler*innen befinden sich derzeit in einer wirklich existenzbedrohenden Situation. Daher brauchen sie finanzielle Unterstützung, um überhaupt ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Gleichzeitig ist es elementar für sie, weiter zu arbeiten, mit ihrer Kunst wahrgenommen zu werden und dadurch mit anderen Menschen in den Austausch zu treten“, erklärt Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung.

Die hohe Zahl an Anträgen führt gleichzeitig den hohen Bedarf vor Augen. Aufgrund dessen und aufgrund der hohen Qualität der eingereichten Vorhaben hat sich das Entscheidungsgremium aus Mitarbeiter*innen der Hamburgischen Kulturstiftung, der Rudolf Augstein Stiftung, der Claussen-Simon-Stiftung, der Körber-Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. entschieden, die geplante Gesamtsumme von 300.000 Euro für die erste Runde auf 380.000 Euro aufzustocken.

„Ein starkes Netzwerk ist in diesen Zeiten wichtiger denn je. Wir freuen uns daher besonders, dass es geglückt ist, für den Fonds Kräfte zu bündeln. Dass dies auch weiterhin notwendig sein wird, zeigt die hohe Zahl der Anträge – sie macht betroffen. Die Krise wirkt wie ein Brennglas: Legt sie doch die Ungerechtigkeiten und Schwachstellen unserer Systeme offen, auch in der Kultur. Die freischaffenden Künstler*innen tragen immens zur Vielfalt bei. Und doch: Sie verfügen über kein Sicherheitsnetz, leben häufig prekär – auch schon vor der Pandemie. Das wirkt sich allerdings kaum auf ihren Schaffensdrang aus, ihr Einsatz ist weiterhin hoch. Besonders beeindruckt hat uns der Ideenreichtum der Einreichungen. Viele möchten die Krise als Chance nutzen, indem sie neue Formate entwickeln, neue Kanäle bespielen. Hauptprofiteur: wir alle. Künstlerische Denkanstöße öffnen neue Perspektiven. In Zeiten wie diesen unverzichtbar“, so Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung.

Im Rahmen des Hilfsfonds wird es eine weitere Förderrunde geben. Die Konzeption und die Ausschreibung werden gerade erarbeitet und in den kommenden Wochen auch hier bekannt gegeben. Bislang sind durch Spenden von zahlreichen Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen 615.000 Euro für den Fonds zusammengekommen, weitere Unterstützung ist willkommen. Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.

Mitteilung

Corona-Krise und Journalismus: Innovative Lösungen gesucht

© nextMedia.Hamburg
Hamburg,
2. April 2020

Schnelle Hilfe für innovative Lösungen in Zeiten der Corona-Krise: Mit Fast Mover startet nextMedia.Hamburg ein Förderprogramm, das Journalist*innen und Medienmacher*innen kurzfristig bei der Entwicklung ihrer Projekte unterstützt. Die Rudolf Augstein Stiftung ist als Partnerin dabei. Die Bewerbung ist bis zum 8. April möglich.

COVID-19 stellt uns weltweit vor enorme Herausforderungen. Gleichzeitig arbeitet die Medien- und Digitalbranche mit Hochdruck daran, eine digitale Infrastruktur und eine zuverlässige Informationsversorgung zu gewährleisten.

Die Ausschreibung Fast Mover von nextMedia.Hamburg erkennt die Notwendigkeit unmittelbar zu handeln und nicht in der Schockstarre zu verharren. Denn angesichts der aktuellen Situation braucht die Öffentlichkeit mehr denn je ein stabiles journalistisches Ökosystem. Mit der Ausschreibung will nextMedia.Hamburg daher Kräfte für den Journalismus bündeln und die Chance ergreifen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Dafür werden ab sofort Projekte mit mutigen und innovativen Lösungsansätzen gesucht.

Die Ausschreibung richtet sich an freiberufliche Journalist*innen, Projektteams von Medienhäusern und Start-Ups an der Schnittstelle von Technologie und Content. Die Bewerber*innen können ihre Projekte entweder in der Kategorie Content und Formate oder in der Kategorie Infrastruktur einreichen.

Die Bewerbung erfolgt in einem dreiminütigen Video. Die zwei besten Lösungsansätze jeder Kategorie werden mit jeweils 3.000 Euro gefördert. Außerdem vernetzt nextMedia.Hamburg die Gewinner*innen mit interessierten Key Playern der Branche und unterstützt kommunikativ.

Die Bewerbungsphase endet am 8. April 2020 um 12 Uhr. Weitere Infos zur Ausschreibung und das Online-Formular gibt es hier.

Mitteilung

Fonds zur Stärkung des unabhängigen, gemeinwohlorientierten Journalismus

© Civitates
Hamburg,
31. März 2020

Unabhängiger, gemeinwohlorientierter Journalismus ist essenziell für Demokratien. Er trägt zur Meinungsbildung und aktiven Teilnahme an demokratischen Prozessen bei. Gleichzeitig übt er eine Kontrollfunktion aus und deckt Missstände auf. Um den gemeinwohlorientierten Journalismus in Europa zu stärken, beteiligt sich die Rudolf Augstein Stiftung an einem von Civitates initiierten Fonds.

Denn: Unabhängiger Journalismus steht zunehmend unter Druck. Europaweit kämpfen journalistische Organisationen mit schwindendem Vertrauen, mit Einschränkungen im Bereich der Pressefreiheit und mit erodierenden Geschäftsmodellen. Aus diesem Grund haben sich unter dem Dach der philanthropischen Initiative Civitates europäische Stiftungen zusammengeschlossen, um journalistische Organisationen zu stärken.

Diese können sich ab sofort für Mittel aus dem Fonds bewerben. Im Fokus stehen Akteure, die unter schwierigen politischen und ökonomischen Verhältnissen agieren und dabei hohe Risiken eingehen. Sie müssen entweder gemeinnützig sein oder über eine Eigentümerstruktur verfügen, die garantiert, dass Gewinne in die Organisation reinvestiert werden.

Die Projektpartner*innen erhalten eine mehrjährige Kernfinanzierung und können auf diese Weise ihrer journalistischen Arbeit unabhängig nachgehen und nachhaltige Strukturen schaffen. Gleichzeitig geht es bei der Förderung aber auch um den Aufbau eines aktiven Netzwerkes, in dem sich die Akteure gegenseitig unterstützen und so den gemeinwohlorientierten Journalismus in Europa dauerhaft etablieren.

Die Bewerbungsrunde endet am 30. Juni 2020. Weitere Informationen zur Ausschreibung und das Online-Formular finden Sie hier.

Mitteilung

Hilfsfonds zur Unterstützung freier Künstler*innen in Hamburg

© Sven Heine
Hamburg,
27. März 2020

„Kunst kennt keinen Shutdown“: Um freie Künstler*innen in der Corona-Krise schnell und unbürokratisch zu unterstützen, beteiligt sich die Rudolf Augstein Stiftung an einem hamburgischen Hilfsfonds. Damit suchen wir den Schulterschluss mit Hamburger Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen um staatliche Hilfen flexibel zu ergänzen.

Unter dem Motto „Kunst kennt keinen Shutdown“ hat die Hamburgische Kulturstiftung einen Hilfsfonds ins Leben gerufen und unterstützt mit den Geldern freie Künstler*innen in Hamburg. Mehr als 600.000 Euro sind durch die Zusagen von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen bereits zusammengekommen.

„Seitdem klar ist, dass die Kultureinrichtungen vorübergehend schließen müssen, geht es auch um die Frage, wie wir die Kultur in unserer Stadt jetzt unterstützen können. Viele sind intensiv und engagiert dabei. Deswegen bin ich sehr dankbar für die Initiative der Hamburgischen Kulturstiftung. Die Spenden kommen direkt Projekten der jungen Kunst und der Kinder- und Jugendkultur zugute und ergänzen sinnvoll die Maßnahmen des Schutzschirms, den der Hamburger Senat aufgespannt hat. (…) Es ist an uns allen, dafür Sorge zu tragen, dass die Kulturlandschaft unserer Stadt in dieser schwierigen Zeit in ihrer Vielfalt erhalten bleibt“, lobt Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien die Initiative.

„Die Künstler*innen sind in Not und brauchen unsere Unterstützung – nicht nur um die Lebenskosten für sich und ihre Familien zu decken, sondern auch um weiter künstlerisch arbeiten zu können. Das tun sie ohnehin meist schon unter prekären Bedingungen, die sich in dieser schwierigen Situation als existenzbedrohend erweisen. Umso ermutigender ist der Einfallsreichtum vieler Kunstschaffender, die uns jetzt zeigen: Die Kunst findet ihren Weg, auch wenn die Menschen zuhause bleiben! In dieser zutiefst verstörenden Zeit brauchen wir Kultur mehr denn je!“, erklärt Gesa Engelschall, geschäftsführender Vorstand der Hamburgischen Kulturstiftung.

Die erste Antragsfrist startet am Donnerstag, den 9. April 2020. Bis Mittwoch, den 15. April 2020 können sich freischaffende Hamburger Künstler*innen aller Sparten um bis zu 2.500 Euro bewerben. Die Förderung soll ihnen ermöglichen, weiterzuarbeiten, ihre Arbeit sichtbar zu machen und neue Formate auszuprobieren. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Künstler*innen, deren Einkommenssituation durch die derzeitigen Einschränkungen existenzbedrohend beeinträchtigt ist. Zur Ausschreibung geht es hier.

Aufruf

Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise

© Jana Kühle
Hamburg,
25. März 2020

+++AUFRUF+++

Stiftungsengagement im Zeichen der Corona-Krise

Stiftungen sind für viele Organisationen im Sozial-, Kultur-, Umwelt- oder Bildungsbereich unverzichtbare Partner, um Projekte und Angebote zu finanzieren.

Jetzt sind unsere geförderten Organisationen von der Corona-Krise unmittelbar und existentiell betroffen. Als Stiftungen sehen wir uns in der Verantwortung, unseren Förderpartner*innen in dieser Ausnahmesituation zur Seite zu stehen.

Allen geförderten Organisationen und Projekten möchten wir unseren Dank und unsere Anerkennung für ihr Engagement in dieser schwierigen Situation aussprechen. Wir versichern Ihnen, dass Sie auf uns als Stiftungen zählen können:

  • Wir sehen es als unsere gemeinsame Verantwortung an, Sie in dieser Krise zu unterstützen, damit Sie sich während und nach der Epidemie weiterhin für Ihre Zielgruppen einsetzen können.
  • Wir sind offen für Ihre Probleme und Anliegen, um gemeinsame Lösungen zu finden. Wir wissen, dass Ihre gewohnten Arbeitsabläufe auf den Kopf gestellt sind. Zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen, wenn es Ihre Zeit erlaubt.
  • Wir sind uns bewusst, dass Sie vereinbarte Projekte und Angebote momentan nicht wie geplant durchführen können. Wir werden aber zugesagte Fördermittel nicht zurückfordern, sondern sind offen dafür, Projekte zu verschieben, Zusagen zu verlängern und Aktivitäten anzupassen.
  • Wir ermutigen Sie, alternative Formate für abgesagte Veranstaltungen oder Projekte zu finden. Bitte prüfen Sie, welche alternativen Wege und Formen es geben kann. Gerne stehen wir Ihnen dabei beratend zu Seite – so können wir die Krise gemeinsame als Chance nutzen.
  • Wir verstehen, wenn Sie in der gegenwärtigen Situation nicht in der Lage sind, Projektberichte in der gewohnten Qualität zu liefern, und werden Fristen und Inhalte von fälligen Berichten selbstverständlich anpassen.
  • Wenn Auszahlungen an bestimmte Ergebnisse, Ziele oder Meilensteine gekoppelt sind, die Sie aufgrund der Corona-Krise nicht erreichen können, werden wir vereinbarte Fördertranchen trotzdem auszahlen.
  • Wir werden im Einzelfall prüfen, ob wir bei projektgebundenen Förderungen die Zweckbindung ändern oder ganz aufheben können, um Ihnen die Möglichkeit zu geben, flexibel auf die Krise zu reagieren.
  • Falls es unsere finanziellen Mittel erlauben, werden wir über bestehende Zusagen hinaus zusätzliche Förderungen zur Verfügung stellen und uns an Nothilfefonds für besonders betroffene Zielgruppen beteiligen.
  • Wir wollen aus dieser Erfahrung lernen. Daher werden wir gemeinsam mit Ihnen prüfen, wie wir als Stiftungen dafür sorgen können, dass zivilgesellschaftliche Organisationen Krisensituationen in Zukunft besser überstehen können.

Wir rufen andere Stiftungen, soziale Investoren und Geldgeber*innen auf, sich diesem Aufruf anzuschließen.

Hier können Sie sich dem Aufruf anschließen.

Mitteilung

Anpassung unserer Förderpraxis aufgrund des Coronavirus

© Thies Rätzke
Hamburg,
18. März 2020

Anspruch unserer Stiftung ist es, unseren Projektpartner*innen zu jeder Zeit eine verlässliche Förderpartnerin zu sein. Die aktuelle Lage des sich ausbreitenden Coronavirus hat uns deshalb dazu veranlasst, unsere Fördermaßnahmen kurzfristig anzupassen. Wir wollen in diesen schwierigen Zeiten schnell und unbürokratisch unterstützen.

Informationen für aktuelle Projektpartner*innen

Aktuell erreichen uns vermehrt Anfragen Geförderter, die ihre Vorhaben nicht oder nicht in der geplanten Weise realisieren können. Für Organisationen, die von uns eine strukturelle Förderung erhalten, ändert sich nichts. Geförderte, die projektbezogene Gelder erhalten, möchten wir hier erste Antworten auf wiederkehrende Fragen geben:


Antragsrunde im künstlerischen Bereich ausgesetzt

Wir setzen die aktuell laufende Förderrunde im künstlerischen Bereich (ursprüngliche Frist 1. April 2020) bis auf Weiteres aus. Eine neue Frist legen wir fest, sobald sich abzeichnet, dass sich die Produktions- und Aufführungsbedingungen im Kultursektor wieder stabilisieren. Bereits eingereichte Anträge berücksichtigen wir automatisch.


Ausloten von Notfallmaßnahmen

Die durch das Aussetzen der Frist freiwerdenden Mittel widmen wir um: Ziel ist, Künstler*innen und Kulturschaffende schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Deshalb beteiligen wir uns an einem hamburgischen Hilfsfonds zur Unterstützung freier Künstler*innen. Weitere Möglichkeiten für Nothilfemaßnahmen und -initiativen loten wir aktuell aus. Rückmeldungen aus dem Feld nehmen wir ebenfalls gern entgegen. Kontaktieren Sie uns jederzeit.

 

Bei offenen Fragen oder zur Klärung von Details melden Sie sich bei uns. Die Geschäftsstelle unserer Stiftung ist im Homeoffice weiterhin besetzt.

Veranstaltung

Abgesagt: Tagung des Forum Gemeinnütziger Journalismus

© Maryna Bohucharska
Hamburg,
4. März 2020

Gemeinnütziger Journalismus eröffnet in Deutschland eine Chance für die Medienvielfalt. Gerade in Regionen, in denen Redaktionen verkleinert oder geschlossen werden und die Marktkräfte ihre Wirkung verlieren, können mit Angeboten des gemeinnützigen Journalismus Lücken in der Berichterstattung und der öffentlichen Debatte geschlossen werden.

Die ersten Projekte konnten sich bereits erfolgreich etablieren, trotz rechtlicher Hemmnisse. Nun will das Forum Gemeinnütziger Journalismus diesen Aufbruch befördern und aktiv Hürden abbauen, damit weitere Gründungen möglich werden. Gemeinsam engagieren sich die Akteure deshalb für bessere Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Journalismus.

Der Fokus liegt hierbei aktuell auf dem Steuerrecht: Das Forum setzt sich für eine Änderung der Abgabenordnung ein. Journalismus muss als gemeinnütziger Zweck anerkannt werden, um Rechtssicherheit zu schaffen und neue Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen. Gleichzeitig muss der gemeinnützige Journalismus seiner besonderen Aufgabe in der Gesellschaft gerecht werden und sich verpflichten, transparent und sauber zu arbeiten.

Im Rahmen der Tagung soll Klarheit geschaffen und über die notwendigen Kriterien diskutiert werden, die journalistische Organisationen erfüllen müssen, um von Finanzbehörden als gemeinnützig anerkannt zu werden.

Den Nachholtermin der Tagung kündigen wir frühzeitig auf der Website des Forum Gemeinnütziger Journalismus hier an.

Pressemitteilung

Forum Gemeinnütziger Journalismus gegründet

CC0 Public Domain
Hamburg,
20. November 2019

Gemeinwohlorientierter Journalismus ist in Deutschland noch nicht als gemeinnützig anerkannt. Deshalb haben wir gemeinsam mit Medienakteuren und weiteren Stiftungen das Forum Gemeinnütziger Journalismus gegründet. Als Bündnis fordern wir eine Rechtsreform.

Heute nimmt das Forum Gemeinnütziger Journalismus seine Arbeit auf. Ziel ist es, den gemeinwohlorientierten, nicht kommerziellen Journalismus in Deutschland zu stärken. In diesem Forum engagieren sich Medienprojekte wie netzpolitik.org, CORRECTIV oder Finanztip, Zusammenschlüsse von Journalist*innen wie Netzwerk Recherche und Hostwriter sowie Stiftungen wie die Rudolf Augstein Stiftung und die Schöpflin Stiftung. Sie setzen sich gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Journalismus in Deutschland ein. Es gilt, diese Form des Journalismus fest in unserem Mediensystem zu verankern, als Ergänzung zum privatwirtschaftlichen Journalismus und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. 

Das Forum möchte Erfahrungswissen und Expertise bündeln und wirksam in die Politik einbringen. So sollen sinnvolle Regelungen gefunden werden, die für den gemeinnützigen Journalismus in Zukunft gelten können. Im nächsten Schritt will das Forum daher in einem transparenten Prozess gemeinsam mit allen Akteuren Kriterien erarbeiten, die als Grundlage für den gemeinnützigen Journalismus in Deutschland dienen können.

„Die Gemeinnützigkeit von Journalismus muss endlich vom Gesetzgeber und den Finanzämtern anerkannt werden“, fordert das Forum. 

Dieser Schritt werde helfen, die Medienvielfalt in Deutschland zu bewahren, die Kritik- und Kontrollfunktion des Journalismus zu stärken und so die öffentliche Meinungsbildung in der Demokratie zu beleben.

„Der gemeinnützige Journalismus ist ein Hoffnungsträger für die Zukunft des Journalismus, weil er Lücken schließen kann, die durch die Medienkrise entstehen“, so Thomas Schnedler, Sprecher des Forums und Projektleiter bei Netzwerk Recherche. Damit der gemeinnützige Journalismus in Deutschland feste Wurzeln schlagen könne, brauche es Klarheit und Rechtssicherheit.

„Im Augenblick läuft im politischen Raum eine wichtige Debatte über die Reform der Abgabenordnung zur Gemeinnützigkeit in Deutschland. Wir würden eine wichtige Chance vertun, wenn jetzt nicht auch endlich der Journalismus neben dem Modellbau und Amateurfunk in die Abgabenordnung aufgenommen wird“, sagt David Schraven, Sprecher des Forums und Publisher von CORRECTIV.

„Indem wir Journalismus ins Gemeinnützigkeitsrecht aufnehmen, können wir für gemeinwohlorientierte, nicht kommerzielle Angebote neue Finanzierungsmöglichkeiten erschließen. Das stärkt Medienvielfalt, vor allem in Bereichen, die kostenintensiv und nicht skalierbar sind wie beispielsweise Investigativ- oder Lokaljournalismus. Spenden würden steuerlich absetzbar. Und gemeinnützige Stiftungen, von denen es in Deutschland rund 23.000 gibt, könnten sich mit einem Teil ihres Kapitals leichter zugunsten einer informierten Öffentlichkeit einbringen“, so Stephanie Reuter, Sprecherin des Forums und Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung.

 

Kontakt

Sprecher*innen des Forums:

Hintergrund: forum-gemeinnuetziger-journalismus.de

Kontakt: mail@forum-gemeinnuetziger-journalismus.de 

 

Gründungsorganisationen:

  • August Schwingenstein Stiftung gGmbH
  • CORRECTIV – Recherchen für die Gesellschaft gGmbH
  • dju in ver.di
  • Finanztip gGmbH
  • Gesellschaft für Medienkultur und Qualitätsjournalismus gUG 
  • GLS Treuhand e. V.
  • Hostwriter gUG
  • Investigate Europe gSCE mbH 
  • KONTEXT:Wochenzeitung
  • netzpolitik.org e. V.
  • Netzwerk Recherche e. V.
  • n-ost – Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung e. V.
  • Die Reportageschule / Reutlingen gGmbH
  • Rudolf Augstein Stiftung
  • Schöpflin Stiftung
  • taz Panter Stiftung

Das Forum ist offen für weitere Mitglieder.