Mitteilung

Civitates-Fonds: Knapp 2,5 Millionen Euro für unabhängige, gemeinwohlorientierte Medienorganisationen

© Civitates
Hamburg,
13. November 2020

Der Civitates-Fonds unterstützt elf journalistische Organisationen aus acht europäischen Ländern mit einer dreijährigen Kernfinanzierung. Die Rudolf Augstein Stiftung beteiligt sich an dem Fonds, um unabhängigen, gemeinwohlorientierten Journalismus in Europa zu stärken.

311 journalistische Organisationen aus 34 Ländern bewarben sich auf die Ausschreibung des Fonds Independent Public Interest Journalism in Europe, der im Frühjahr 2020 von mehreren europäischen Stiftungen unter dem Dach der philhantrophischen Initiative Civitates gegründet worden war. Nun wählte das Auswahlgremium elf journalistische Organisationen aus, die ab 2021 eine dreijährige Kernfinanzierung in Höhe von insgesamt 2.467.000 Euro erhalten.

Zu den geförderten Akteuren zählen sowohl junge Organisationen als auch bereits länger etablierte Akteure – mit den Geldern werden sie in ihrem Aufbau sowie in ihrer Struktur gestärkt. Ziel ist es, durch die mehrjährige Kernfinanzierung ihre Entwicklung hin zu nachhaltigen, belastbaren und vernetzten Akteuren zu ermöglichen.

Begrüßt wurden insbesondere Bewerbungen von Organisationen, in deren Umfeld Medienunternehmen nicht oder nur bedingt unabhängig von staatlichen oder regierungsnahen Akteuren agieren können; oder die in Gebieten aktiv sind, in denen unabhängiger, gemeinwohlorientierter Journalismus nicht unterstützt wird.

Weiter spielt auch der Netzwerkeffekt eine wichtige Rolle. Die ausgewählten Organisationen sollen voneinander lernen und sich gegenseitig mit Expertise und Ideen stärken. Dadurch soll der kollaborative Journalismus in Europa weiter vorangetrieben werden.

Dies sind die geförderten Organisationen:

Lösungsorientierter Wirtschaftsjournalismus

Flip – Gemeinsam bauen wir eine bessere Wirtschaft

© Flip

Die Medienmacher*innen von Flip gehen einen Schritt weiter als im herkömmlichen Wirtschaftsjournalismus: Sie decken Missstände nicht nur auf, sondern recherchieren auch Lösungen und zeigen, wie jede*r Einzelne zu einer besseren Wirtschaft beitragen kann.

Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Konsumverhalten und ihrer Stimme etwas ändern. Oft aber wissen sie nicht, welche Angebote wirklich vertrauensvoll sind oder sie haben den Eindruck, dass ihr einzelnes Handeln wirkungslos bleibt.

Die Macher*innen von Flip glauben an eine andere Wirtschaft. Mit ihrem Angebot wenden sie sich an eine Community aus mündigen Verbraucher*innen, um deren Veränderungskraft hin zu einer besseren Wirtschaft zu bündeln.

In investigativen Recherchen zeigen sie Missstände auf und stellen gleichzeitig bestehende Alternativen oder eigene Lösungen vor. Dabei arbeiten sie unabhängig, transparent und legen Wert auf den Austausch mit ihrer Community.

Mit Flip greifen die Medienmacher*innen ein gesellschaftliches Bedürfnis auf und schaffen ein innovatives Format für Qualitätsjournalismus. Diesen Ansatz unterstützen wir und fördern deshalb Mitgründer Christian Salewski mit einem Innovationsstipendium zur Stärkung des Wirtschaftsjournalismus.

Förderzeitraum2020
Fördersumme10.000 Euro
Webseiteletsflip.de

Mitteilung

Ausschreibung gestartet: #NETZWENDE Award für nachhaltige Innovation im Journalismus

© VOCER
Hamburg,
7. Oktober 2020

Neue Denkimpulse für den Digitalen Journalismus: Mit dem #Netzwende Award zeichnet der Thinktank VOCER Medienprojekte aus, die in Zeiten globaler Krisen mehr wollen als ein „back to normal“ und sich für eine Neuausrichtung des Digitalen Journalismus einsetzen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird mit unserer Unterstützung zum vierten Mal vergeben – Bewerbungen und Nominierungen sind bis zum 15. November möglich.

Die Wege der Kommunikation, Vernetzung und Wissensgenerierung verändern sich permanent. Das gegenwärtige Krisengeschehen birgt dabei auch die Chance, Überkommenes abzuschütteln, Neues zu wagen und Risiken einzugehen. Mit dem #NETZWENDE Award zeichnet der Thinktank COVER deshalb gezielt journalistische Nonkonfomist*innen, Umdenker*innen, Visionär*innen und Gründer*innen aus, die davon überzeugt sind, dass neue Denkimpulse den Digitalen Journalismus weiterbringen – und dadurch Teil einer #Netzwende-Bewegung werden wollen.

Gesucht werden Medienprojekte, die mehr als ein „back to normal“ wollen und einen gesellschaftlichen Impuls setzen: durch eine besser informierte digitale Gesellschaft, eine konstruktivere Debattenkultur im Netz oder eine resiliente Zukunft für Journalist*innen.

Möglich sind sowohl Eigenbewerbungen als auch Nominierungen anderer. Prämiert werden digitale Projekte, Initiativen, Organisationen und Startups; nicht berücksichtigt werden einzelne Artikel oder Beiträge. Die Einreichfrist endet am 15. November 2020. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular gibt es hier.

Der mit 10.000 Euro dotierte #NETZWENDE Award wird von der Non-Profit-Organisation VOCER.org in Kooperation mit der Rudolf Augstein Stiftung und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius nun zum vierten Mal vergeben. Wir sind seit Anfang an als Partnerin dabei. Preisträger der vergangenen Jahre sind Social Media Watchblog (2019), MedWatch (2018) und RiffReporter (2017).

Pressemitteilung

Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ veröffentlicht

© Phineo
Hamburg,
29. September 2020

Laut einer Civey-Umfrage sagen rund 70 Prozent der Menschen, dass Non-Profit-Journalismus wichtig ist für Medienvielfalt und eine starke Demokratie. Der von uns mitinitiierte und am 29. September 2020 veröffentlichte Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ erklärt, was Non-Profit-Journalismus ausmacht und wirbt für eine breite gesellschaftliche Unterstützung zur Stärkung des Non-Profit-Journalismus: wirtschaftlich unabhängig, innovativ und dem Gemeinwohl verpflichtet.

Seit Jahren kämpft der Journalismus mit Krisen und ringt um seine Orientierung gebende Funktion in der Gesellschaft. Die Corona-Pandemie verschärft nun eine ohnehin prekäre Situation der aktuellen Medienlandschaft.

Der heute veröffentlichte Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ zeigt, welchen Beitrag gemeinwohlorientierter Journalismus hier leisten kann. Der Report analysiert Potenziale, Wirkungsweisen, aber auch limitierende Faktoren gemeinnütziger Medienangebote. „Der gemeinnützige Journalismus bietet innovative, mutige und dringend benötigte Konzepte gegen die Demokratie- und Medienkrise“, sagt Gauri van Gulik von Luminate. „Anstatt auf wirtschaftlichen Gewinn oder ein bestimmtes politisches Ziel konzentriert sich der unabhängige, gemeinnützige Journalismus auf den sozialen Mehrwert. Das ist es, was ihn definiert.“

Vorgestellt werden zahlreiche innovative Projekte, darunter Correctiv, Finanztip, FragdenStaat, Netzwerk Recherche oder Reporter ohne Grenzen. Für Entscheider*innen in Förderinstitutionen und Politik gibt es zudem konkrete Tipps, wie sie diese und andere Akteur*innen des Non-Profit-Journalismus wirkungsvoll unterstützen können.

Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung, erklärt, dass es nicht nur um ein neues Betriebsmodell, sondern um eine Erneuerung des Journalismus und seiner Rolle in der Gesellschaft geht: „Der Markt versagt gerade im rechercheintensiven Investigativ-Journalismus und im Lokalen, wo auch die Öffentlich-Rechtlichen nur eingeschränkt agieren können. Würde Journalismus im Steuerrecht als gemeinnützig anerkannt, könnten in diesen Feldern Non-Profit-Angebote entstehen, die aufklärerisch, lösungsorientiert und communitygestützt arbeiten. Das würde die Berichterstattung revitalisieren.“

Lukas Harlan von der Schöpflin Stiftung betont die Bedeutung von Rechtssicherheit für die Organisationen mit Blick auf Spenden und Stiftungsförderungen: „Die Anerkennung von Journalismus als gemeinnützig eröffnet neue Finanzierungsmöglichkeiten, auch für kleine, lokale Angebote. Medienvielfalt in Deutschland braucht Non-Profit-Journalismus und Non-Profit-Journalismus braucht breite gesellschaftliche Unterstützung. Dieser Report zeigt, wie das geht.“

Der Report entstand in Zusammenarbeit der Projektpartner*innen Luminate, Schöpflin Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Phineo und BMFSFJ und ist kostenlos als Download verfügbar:

Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“

Exposé „Wozu Non-Profit-Journalismus?“

Für die Printversion schicken Sie uns bitte eine E-Mail mit Ihrer Adresse.

Vorgestellt wurde der Report am 29. September 2020 im Rahmen der Veranstaltung „Journalismus unter Druck: Geht’s Non-Profit besser?“. Darin diskutierten wir gemeinsam mit

  • Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Elisabeth Niejahr, Publizistin und Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung
  • David Schraven, Geschäftsführer von CORRECTIV
  • Prof. Sebastian Turner, Herausgeber des Tagesspiegel
  • Moderation: Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung

über die Potenziale des gemeinnützigen Journalismus. Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier:

Pressemitteilung

Fonds Hamburger Spielräume: Weitere 175.000 Euro für Projekte der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit

© Rick Siderfin auf Pixabay
Hamburg,
28. September 2020

Aufgrund der hohen Resonanz auf den Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume“ starten wir gemeinsam mit den beteiligten Stiftungen eine zweite Antragsrunde mit einem Fördervolumen von 175.000 Euro. Der Fonds war im Juni 2020 eingerichtet worden, um Kinder, Jugendliche und Familien zu fördern und zu unterstützen, die durch die Corona-Krise besonders stark belastet sind.

Mehr als 80 gemeinnützige Vereine und Organisationen reichten in der ersten Förderrunde bis September 2020 einen Antrag ein; 53 Projekte konnten mit rund 110.000 Euro gefördert werden, darunter Exkursionen in die Natur, Kunstworkshops sowie Bewegungs- und Sportangebote. Die Angebote bieten sozial benachteiligten jungen Menschen Raum für das Miteinander im Kreise Gleichaltriger und positive Impulse durch freies Spiel.

Mit dem zusätzlichen Förderbudget haben die Stiftungen auf den hohen Bedarf reagiert und unterstützen erneut Einrichtungen der außerschulischen Kinder-, Jugend- und Familienarbeit dabei, verstärkt Angebote in den Bereichen Bildung, Kultur, Bewegung, Umwelt und kreatives Spiel zu machen. Damit sollen Impulse für die Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung gesetzt werden. Für Jugendliche ist der Kontakt zu ihrer Peer Group besonders wichtig. Die sozialen Medien ersetzen nicht die persönliche Begegnung, ein Gefühl der Vereinsamung kann zu wachsender psychischer Belastung führen. Viele fühlen sich reduziert auf die Rolle als Schüler*in, die Lernrückstände aus dem Homeschooling aufzuholen und zu funktionieren haben. Nachdem sich viele Hamburger Familien keine Urlaubsreise in den Sommerferien leisten konnten, sieht die Situation in den Herbstferien nicht anders aus. Der Fonds bietet den antragstellenden Organisationen die Möglichkeit, Aktivitäten zu realisieren, die Freude und Leichtigkeit stiften.

„Hamburger Spielräume“ richtet sich insbesondere an kleinere, von bürgerschaftlichem Engagement getragene Organisationen. Beantragt werden können Honorare, Fahrtkosten und Sachmittel, insbesondere für Projekte mit benachteiligten Zielgruppen. Weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie hier.

Die folgenden Stiftungen unterstützen die zweite Förderrunde des Gemeinschaftsfonds „Hamburger Spielräume“: BürgerStiftung Hamburg, Buhck-Stiftung, Ehlerding Stiftung, ERGO Stiftung Jugend & Zukunft, Gabriele Fink Stiftung, Hanns R. Neumann Stiftung, Homann-Stiftung, Klaus und Lore Rating Stiftung, Kurt und Maria Dohle Stiftung, Mara & Holger Cassens Stiftung, Rudolf Augstein Stiftung, Scheck-Stiftung sowie eine Hamburger Familienstiftung. Weitere Mitstreiter*innen sind willkommen.

Veranstaltung

Journalismus unter Druck: Geht’s Non-Profit besser?

© Phineo
Hamburg,
3. September 2020

Was leistet Non-Profit-Journalismus? Warum ist er wichtig für die Gesellschaft und was braucht es, ihn im Mediensystem zu verankern? Über diese und weitere Fragen zu Non-Profit-Journalismus sprechen Akteur*innen und Interessensvertreter*innen am 29. September 2020 live und online. Die Veranstaltung findet anlässlich der Veröffentlichung des von uns mitinitiierten Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ statt.

Digital-vernetzte Technologien, populistische Stimmungsmache und erodierende Geschäftsmodelle setzen den Journalismus seit Jahren unter Druck. Non-Profit-Journalismus bietet neue Wege und Perspektiven, um der Krise des Journalismus entgegenzuwirken.

Reporter ohne Grenzen, Correctiv, Finanztip, FragDenStaat, Netzwerk Recherche: Viele mutige und kreative Medienmacher*innen bereiten den Weg für den gemeinnützigen Journalismus – frei von kommerziellen Interessen und zugleich journalistischen Standards verpflichtet.

Was der Non-Profit-Journalismus für die Gesellschaft leisten kann, wie er das bestehende Mediensystem aus privaten und öffentlich-rechtlichen Medien sinnvoll ergänzt und warum die Medienpolitik jetzt handeln muss, darüber diskutieren wir gemeinsam mit

Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg
Elisabeth Niejahr, Publizistin und Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung
David Schraven, Geschäftsführer von Correctiv
Prof. Sebastian Turner, Herausgeber des Tagesspiegel

Moderation: Stephanie Reuter, Geschäftsführerin der Rudolf Augstein Stiftung

Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier:

Im Rahmen der Diskussionsrunde wurde der von uns mitinitiierte Report „Wozu Non-Profit-Journalismus? – Wirkungslogiken, Qualitätskriterien und Tipps für Förder*innen“ vorgestellt. Er entstand in Zusammenarbeit mit Luminate, der Schöpflin Stiftung und PHINEO und ist kostenfrei als Print und eBook erhältlich. Hier können Sie den Report downloaden. Für die Printversion schicken Sie uns bitte eine E-Mail.

Stärkung des gemeinnützigen Journalismus

Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“

© Phineo

Der Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ zeigt, welche Potenziale im gemeinnützigen Journalismus stecken, welchen Beitrag er für die Demokratie leistet und was es braucht, ihn im Mediensystem zu etablieren.

Seit Jahren steckt der Journalismus in der Krise: Traditionelle Einnahmequellen brechen weg, die Digitalisierung schafft Abhängigkeit und verlangt ständige Innovation, während die Medien um Glaubwürdigkeit und Vertrauen kämpfen.
Gerade jetzt inmitten der Corona-Pandemie zeigt sich, wie wichtig zuverlässige Informationen sind. Zudem ist erwiesen, dass dort, wo Journalismus Missstände nicht aufdecken kann, die Demokratie schwindet. Und doch steht der Journalismus vor einem Marktversagen.

Der Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ macht sich für eine dritte Säule im Mediensystem stark: Der gemeinnützige Journalismus hält der Krise Antworten entgegen und leistet als Ergänzung zum öffentlich-rechtlichen und privaten Verlagsjournalismus einen Beitrag zur Medienvielfalt. Er ist frei von kommerziellen Interessen, sucht die Nähe zu seinen Nutzer*innen und agiert innovativ und lösungsorientiert. Der Report gibt erstmals einen Überblick über die Akteur*innen des gemeinnützigen Journalismus im deutschsprachigen Raum, er enthält Tipps für potenzielle Förderer*innen und nennt Empfehlungen für eine Reform des Gemeinnützigkeitsrechts.

Um den gemeinnützigen Journalismus zu stärken und einen Einstieg in das Themenfeld zu bieten, haben wir gemeinsam mit der Schöpflin Stiftung, Luminate und Phineo den Report „Wozu Non-Profit-Journalismus?“ initiiert. Er steht kostenlos als Download zur Verfügung.

Vorgestellt wurde der Report am 29. September 2020 im Rahmen der Veranstaltung „Journalismus unter Druck: Geht’s Non-Profit besser?“.

Darin diskutierten wir gemeinsam mit

  • Dr. Carsten Brosda, Senator der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Elisabeth Niejahr, Publizistin und Geschäftsführerin Hertie-Stiftung
  • David Schraven, Geschäftsführer CORRECTIV
  • Prof. Sebastian Turner, Herausgeber Der Tagesspiegel

über die Potenziale des gemeinnützigen Journalismus. Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier:

Förderzeitraum2019 bis 2020
Fördersumme30.000 Euro
Webseitegemeinnuetziger-journalismus.de

Stärkung des unabhängigen, gemeinwohlorientierten Journalismus

Fonds Independent Public Interest Journalism in Europe

© Civitates

Der von Civitates initiierte Fonds stärkt den unabhängigen, gemeinwohlorientierten Journalismus auf europäischer Ebene.

Unabhängiger Journalismus steht zunehmend unter Druck. Europaweit kämpfen journalistische Organisationen mit schwindendem Vertrauen, mit Einschränungen im Bereich der Pressefreiheit und mit erodierenden Geschäftsmodellen.

Aus diesem Grund haben sich unter dem Dach der philanthropischen Initiative Civitates mehrere europäische Stiftungen zusammengeschlossen, um mit dem Fonds Independent Public Interest Journalism in Europe journalistische Organisationen zu stärken.

Im Fokus stehen Akteure, die unter schwierigen politischen und ökonomischen Verhältnissen agieren und dabei hohe Risiken eingehen. Sie müssen entweder gemeinnützig sein oder über eine Eigentümerstruktur verfügen, die garantiert, dass Gewinne in die Organisation reinvestiert werden.

Die Projektpartner*innen erhalten eine mehrjährige Kernfinanzierung und können auf diese Weise ihrer journalistischen Arbeit unabhängig nachgehen und nachhaltige Strukturen schaffen. Gleichzeitig geht es bei der Förderung auch um den Aufbau eines aktiven Netzwerkes, in dem sich die Akteure gegenseitig unterstützen und so den gemeinwohlorientierten Journalismus in Europa dauerhaft etablieren.

Die geförderten Organisationen sind:

Unabhängiger, gemeinwohlorientierter Journalismus ist essenziell für Demokratien. Er trägt zur Meinungsbildung und aktiven Teilnahme an demokratischen Prozessen bei, deckt Missstände auf und übt gleichzeitig eine Kontrollfunktion aus. Um den unabhängigen, gemeinwohlorientierten Journalismus zu stärken, beteiligen wir uns an dem Fonds.

Förderzeitraum2020 bis 2022
Fördersumme75.000 Euro
Webseitecivitates-eu.org

Hilfsfonds

Unterstützung freier Künstler*innen in der Krise

Kunst kennt keinen Shutdown

© Ina Oertelt

Die Corona-Pandemie bringt viele freie Künstler*innen schlagartig in existenzielle Not. Um schnell und unbürokratisch zu helfen, bündeln wir Kräfte mit weiteren Hamburger Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen in einen regionalen Hilfsfonds.

Abgesagte Veranstaltungen, geschlossene Kulturinstitutionen: Für viele freie Künstler*innen brechen mit Beginn der Corona-Pandemie die Einnahmen unvermittelt weg. Gleichzeitig bleibt zunächst völlig unklar, wann sich die Produktions- und Aufführungsbedingungen wieder normalisieren und die Kulturschaffenden ihre Arbeit wieder aufnehmen können.

Die Hamburgische Kulturstiftung ruft deshalb im März 2020 den regionalen Hilfsfonds „Kunst kennt keinen Shutdown“ ins Leben, dem sich weitere Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen anschließen. Innerhalb von fünf Monaten kommen mehr als 700.000 Euro zusammen, mit denen in

zwei Förderrunden insgesamt 302 Künstler*innen und -gruppen unterstützt und damit die staatlichen Hilfen flexibel ergänzt werden können.

Die Förderung durch den Hilfsfonds macht es den freien Künstler*innen möglich, trotz coronabedingter Restriktionen weiterzuarbeiten, ihre Arbeit sichtbar zu machen und neue Formate auszuprobieren. Denn ihr Schaffensdrang und Ideenreichtum ist auch in diesen schwierigen Zeiten hoch.

Gerade jetzt sind künstlerische Impulse wichtiger denn je. Der Fonds unterstützt diejenigen, die häufig schon vor der Krise in prekären Verhältnissen lebten und immens zur Vielfalt der Kulturlandschaft beitragen. Deshalb sind wir Teil dieser Hilfsinitiative.

FörderzeitraumMärz bis Juli 2020
Fördersumme30.000 Euro
Webseitekulturstiftung-hh.de

Fonds Hamburger Spielräume

© Nicooografie auf Pixabay

Benachteiligte Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise. Der Fonds Hamburger Spielräume unterstützt Initiativen, die den Betroffenen in Ferienzeiten und darüber hinaus sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten bieten.

Das „physical distancing“ in der Corona-Krise hat den Alltag und das soziale Miteinander stark verändert. Vor allem junge Menschen und insbesondere sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche empfinden die Kontaktbeschränkungen als belastend; monatelang verbringen sie einen Großteil ihrer Zeit zu Hause und müssen auf den Kontakt zu Gleichaltrigen, auf Freizeitangebote und sportliche Aktivitäten verzichten.
Vor diesem Hintergrund haben wir in einer Stiftungsallianz im Juni 2020 den Fonds „Hamburger Spielräume für Kinder, Jugendliche und Familien“ aufgelegt. Mit dessen Mitteln werden Initiativen fördert, die im Zuge der gelockerten Kontaktbeschränkungen jungen Menschen, insbesondere aus sozial benachteiligten Verhältnissen, das Miteinander wieder ermöglichen. Die Angebote stammen aus der außerschulischen Kinder-, Jugend und Familienarbeit und finden in den Ferien, aber auch an Nachmittagen und Wochenenden während der Schulzeit statt.

Der Fonds startet zunächst mit 100.000 Euro; nach der ersten Antragsrunde reagieren die Gründungsstiftungen auf den weiterhin hohen Bedarf und statten den Fonds gemeinsam mit neuen Mitstreiter*innen mit weiteren 175.000 Euro aus.
Fehlender Kontakt zu Gleichaltrigen ist vor allem für junge Menschen eine besondere Herausforderung. Der Kontakt über Medien ersetzt nicht das physische Miteinander und führt oftmals zu einem Gefühl der Vereinsamung. Gerade für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Verhältnissen stellen auch Ferienzeiten oft eine anregungslose Zeit dar – vielen Familien fehlt es an finanziellen Möglichkeiten für Ausflüge oder Urlaube. Um hier Abhilfe zu schaffen und die Persönlichkeitsentwicklung der Betroffenen zu stärken, haben wir den Fonds Hamburger Spielräume mitinitiiert.

StandortHamburg, Deutschland
Förderzeitraum2020
Fördersumme40.000 Euro
Webseitewww.buergerstiftung-hamburg.de